Zwette im Interview – Der Mann hinter dem Another Love Remix

Zwette heißt der neue Stern am DJ-Himmel, der aus der Thüringer Kleinstadt Kölleda stammt. Sein Remix von Tom Odells „Another Love“ geht noch immer rund um den Globus und hat mit mittlerweile mehr als 7 Millionen Klicks eine ganze Menge begeisterter Fans gewonnen. Höchste Zeit für uns, ihm ein paar Fragen über seine Karriere, seine Wurzeln und seine Zukunft zu stellen. von Nicole
 

Stephan Zeiße aka Zwette

Hallo Zwette, woher kommt eigentlich dein Name?
Der Name Zwette hat im Grunde keinerlei Bedeutung und wurde mir als Spitzname vor langer Zeit mal mit auf den Weg gegeben, als er durch meinen älteren Bruder bei einer stimmungsvollen Sause entstand und dann irgendwie an mir haften blieb..
 
Was hast du vorher beruflich gemacht? Ist das DJ-Dasein momentan deine Haupttätigkeit?
Ich habe nach der Schule eine Ausbildung zum Fliesen-, PLATTEN-, :-) und Mosaikleger gemacht und nach dem erfolgreichen Abschluss und meinem absolvierten Zivildienst beim DRK , hab ich mich als Dj selbstständig gemacht, weil ich schon damals gemerkt habe, dass es meine Leidenschaft ist, den Leuten mit (meiner) Musik Freude zu bereiten..
 
Mittlerweile bist du bei Global Stage unter Vertrag und Sony hat deinen „Another Love“-Edit (über 7 Mio Youtube-Aufrufe) als offiziellen Remix weltweit verbreitet. Kannst du kurz erzählen, wie es zu diesem Aufstieg kam?
Das ist eine etwas längere Geschichte und ich hab ja auch vor dem Remix von „Another Love“ schon viele Jahre Musik gemacht und mit meinen Plattenkoffern die verschiedensten Clubs von innen gesehen. Den Remix von Tom Odell’s Song hab ich eigentlich nur so zum Spaß gemacht, weil mir das Original gefiel und ich das Ganze in meinem Style für meine Auftritte benutzen wollte! So kam irgendwie eins zum anderen und der Remix ging um die Welt, nachdem viele meiner Kollegen ihn spielten und Youtube-Kanäle oder andere Internet-Blogs davon berichteten.
 
Was ist dein Stil – was macht Lieder von ,Zwette‘ aus?
Diese Frage müsste man den Leuten stellen, die mir bei Soundcloud oder Facebook „folgen“ und die meinen Style von anderen Dj’s unterscheiden können.. Sich und seine Musik selber zu beschreiben ist immer schwierig. :-)
 

Wie kamst du zur Musik?
In der Ausbildung hatte ich einen Lehrlingskollegen, der damals schon legendäre Plattenspieler besaß und damit seine eigenen Mixtapes machte, welche er dann mit zur Arbeit brachte und in einem alten, eingestaubten Baustellenradio vorführte… :-) Mir gefiel die Art, wie man Lieder zusammenmixen konnte und wie die verschiedensten Lieder in so einem Mix harmonierten. Meine Neugier war geweckt und ließ mich nie wieder los!
 

 
Arbeitest du hauptsächlich an Remixen oder auch an eigenen Songs?
Die Remixe, die ich mache, sind alle eigentlich zum Spaß und nur für bestimmte Leute aus meinem Kollegenkreis gedacht, aber nach „Another Love“ hat mich natürlich der Ehrgeiz gepackt, was eigenes auf die Beine zu stellen.. Ich sitze im Moment an neuen Stücken, die ich mit eingesungen Vocals talentierter Sänger aus der Region bei einem guten Label veröffentlichen möchte. Anfragen und Interesse (auch aus dem Ausland) ist da! Es gibt auch viele Anfragen von Dj-Kollegen, die eigene Werke veröffentlichen wollen und dabei einen Remix von mir mit einbinden und dann über ein Label verkaufen möchten.
 
Was sind die Herausforderungen als DJ?
„Leider“ ist es heutzutage so, dass es von technischer Seite her immer leichter wird, Musik aufzulegen und 2 einfache USB-Sticks mit guter Musik reichen meist schon, um sich „DJ“ nennen zu können. Es ist aber viel mehr, was dazu gehört, ein wirklich guter Dj zu sein! Die richtige Songauswahl zum richtigen Zeitpunkt, gutes/sauberes Mixing und eine Fähigkeit, auf die Leute eingehen zu können, um nicht einfach nur stur seinen Stiefel runter zu spielen! Lieder zu mixen bekommt mit der richtigen Ausrüstung wohl jeder hin, der etwas Rhythmus im Blut hat und seine Musik einigermaßen zusammenstellen kann! Natürlich profitiere auch ich von dem Fortschritt und es vereinfacht vieles, aber trotzdem ist diese neue Generation der Discjockeys meine persönliche Herausforderung! Ich kenne es noch aus meiner Anfangszeit und weiß, wie mühsam es ist, Schallplatten zu kaufen, sie in schweren Koffern zu transportieren und damit Musik zu machen. Das war und ist eine ganz eigene Kunst und die Kollegen von der alten Schule werden mir da sicher zustimmen. Die neue Dj-Generation sollte mehr Respekt vor dieser wunderbaren Berufung haben und meine Herausforderung besteht mittlerweile auch darin, in der heutigen Dj-Überflutung den Kopf oben zu behalten und mich von der Masse mit meinen Mitteln und meinem Musikgeschmack abzuheben.
 
Was verbindet dich mit Thüringen? Was findest du hier, was es sonst nirgendwo gibt? Was ist das Besondere an/in Thüringen?
Ich bin hier geboren und lebe gerne im grünen Herzen unseres Landes! Wir haben zwar nicht immer die besten Arbeitsbedingungen hier (Jobmangel, niedrige Stundenlöhne und andere wirtschaftliche Nachteile), aber die meisten Leute sind trotzdem glücklich und machen das Beste aus ihren Mitteln! Jeder ist seines Glückes eigener Schmied und kann in’s Ausland gehen oder in andere Regionen hierzulande ziehen! Diese Leute haben es sich dann verdient, eventuell mehr aus ihrem Leben machen zu können, aber mein Respekt gehört auf jeden Fall auch den Leuten, die sich hier ihre Wünsche erfüllen und auch mit eingeschränkten Möglichkeiten etwas großes aufbauen. Das Besondere an Thüringen sind neben der schönen Natur, dem ruhigen und stressfreien Leben aber auf jeden Fall die Menschen hier! Ich mag uns Thüringer halt einfach. :-)
 
Woran arbeitest du gerade und wie sehen deine Zukunftspläne aus?
Wie bereits erwähnt, arbeite ich gerade an eigenen Songs und es wird mit Sicherheit auch weiterhin Remixe in der bekannten Art von mir geben! Ich lasse die Zukunft ganz entspannt auf mich zukommen und werde auch dann noch Musik machen, wenn der große Hype um den veröffentlichen Remix vorbei ist. Ich möchte in Kürze auf jeden Fall etwas nachlegen, was die Leute eventuell ähnlich gut annehmen, wie den Edit von Another Love. Der Name Zwette hat zwar an sich keine Bedeutung, aber er sollte den Leuten nicht nur wegen diesem einen Erfolg in Erinnerung bleiben…

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Sieben Buchklassiker in 35 Sekunden

Diese Piktogramme fassen den Plot von sieben Büchern der Weltliteratur so einfach zusammen, dass man ihn in fünf Sekunden erfassen kann. Designed wurden sie von Matteo Civaschi und Gianmarco Milesi vom Designstudion H-57 und erschienen im Buch Life in Five Seconds.
 
“Life in Five Seconds takes 200 world events, inventions, great lives, places, animals and cultural icons that you really need to know about, and then, hey presto!, cuts away all the useless details.”
 

© Matteo Civaschi, Gianmarco Milesi H-57

Frankenstein – Mary Shelley
 

© Matteo Civaschi, Gianmarco Milesi H-57

Moby-Dick – Herman Melville
 

© Matteo Civaschi, Gianmarco Milesi H-57

Robinson Crusoe – Daniel Defoe
 

© Matteo Civaschi, Gianmarco Milesi H-57

Romeo and Juliet – William Shakespeare
 

© Matteo Civaschi, Gianmarco Milesi H-57

The Metamorphosis – Franz Kafka
 

© Matteo Civaschi, Gianmarco Milesi H-57

The Odyssey – Homer
 

© Matteo Civaschi, Gianmarco Milesi H-57

Wuthering Heights – Emily Brontë

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Halloween: Ein Spuk, zwei Meinungen

via weheartit

Keep Calm and say Boo
 
Ja, wie auch der Valentinstag ist Halloween ein Import aus den USA, der scheinbar hauptsächlich einem Zweck dient, nämlich jede Menge Geld auszugeben. Das kann man halten wie man will, jedenfalls wird niemand von einem bluttriefenden Zombie gezwungen sein Geld in Kürbisse und leuchtende Skelette zu investieren. Und ja, Halloween hat nichts mit unseren deutschen Traditionen zu tun, aber tatsächlich wissen viele auch nicht warum man das Alternativfest Martinstag, den Reformationstag oder wahlweise Allerheiligen feiert, also läuft es so ziemlich auf das gleiche hinaus. Und ganz ehrlich, welchem Kind geht es beim Martinstag wirklich ums Teilen und zwischenmenschlichen Idealismus?
 
Als Kind, das auf dem Dorf aufwachsen musste durfte, fand ich Martini klasse. Man ist mit seiner kleinen Laterne losgezogen, durfte ein bisschen länger aufbleiben und hatte schließlich einen riesigen Beutel voller Süßigkeiten. Prima. Am Ende, einer der besten Tage im Jahr. Aber mit der Zeit wurde man etwas zu alt cool, um bei fremden Leuten an der Tür zu klingeln, sie mit schiefen Gesängen zu belästigen und dann auch noch Süßigkeiten dafür zu verlangen. Damit fiel ein weiterer „Feiertag“ aus dem Kalender und hinterließ eine Lücke (im Süßigkeitenvorrat). Nachdem man einige Jahre ohne besondere Feierlichkeiten im tristen Herbst auskommen musste, kam dann irgendwann Halloween in unser Leben. Freilich war man auch dann noch zu cool, um an anderer Leute Türen zu klingeln und, wenn auch ohne Gesang, Süßigkeiten zu fordern, aber dafür darf man sich an Halloween verkleiden und dafür ist man nie zu alt oder zu cool. Zugegeben, das kann man zu Fasching auch, aber Halloween vereint in sich nur die guten Eigenschaften von Fasching, nämlich Kostüme und Süßigkeiten und garniert sie mit Blut und Spinnenweben. Damit ist Halloween eben nicht nur ein Fest für Kinder, sondern auch für verkleidungsliebende Erwachsene.
 
Wie bei den meisten christlichen Festen geht es am Martinstag eher andächtig zu.
Halloween hingegen bringt mit seiner gruseligen Atmosphäre, gespenstischen Kostümen, geschnitzten Kürbissen, Essen in Form von Gehirnen und abgehackten Händen und Schabernack um jeder Ecke, Gespenster, Zombies, Hexen und Mumien überall in der Stadt bringen soviel mehr Spaß als der andachtsvolle Martin. Der kommt hingegen nur mit moralischen Grundsätzen, trockenen Martinshörnchen und angekokelten Papierlampions daher.
 
Wenn mir also ein italienischer Mafiaboss eine 77er an die Schläfe halten und mich zwingen würde zwischen Halloween feiern oder lassen zu entscheiden, würde meine Wahl für Halloween ausgehen (es sei denn, der Mafiaboss wäre dagegen). Andernfalls bin ich für jeden Feiertag (außer Fasching) zu haben, an dem man die Möglichkeit hat, sich (gruselig) zu verkleiden. Wenn dann auch noch eine vermehrte Fernsehausstrahlung von Horrorfilmen zu verzeichnen wäre und man Essen in lustiger Gestalt serviert, bin ich dabei. von Steffi
 

via pinterest

Hello…Wayne?
 
Nun ist es wieder soweit. Der 31. Oktober naht und ich vermute, meine Kollegin war nicht die Einzige, die gefragt hat: „Was war da nochmal?“ Ja, naja, eigentlich ist es der Reformationstag, doch dank der Amis denken viele eher an gruselige Kostüme, Kürbisse und eine klingelnde Kindermeute, als an Martin Luther.
Mich persönlich nervt dieser ganze Spuk ja aus mehreren Gründen; Punkt 1: Wo bleibt der Spaß? In der fünften Jahreszeit wird wenigstens noch Wert auf lustige Unterhaltung gelegt, aber zu Halloween wird sich in Skelettsuits geschmissen und möglichst viel Ketchup als Blut auf den Klamotten verteilt, na Wahnsinn! Ich sehe mir keine Gruselfilme an und erst recht nicht son Zombiemist, bäh. Und warum um alles in der Welt sollte man Kindern beibringen, sich gegenseitig Angst einzujagen und sich mit Hexen und Untoten zu beschäftigen?! Die sollen doch ganz sorglos herumtollen und sich ihres Lebens freuen, solange es geht.
 
Und das mit den Süßigkeiten muss natürlich auch noch ausgenutzt werden. Ich will jetzt gar nicht auf der Konsumschiene rumreiten, von wegen is ja alles nur ein weiterer Tag, damit die Geschäfte mit ihrem Zuckerzeug Profit machen können. Aber, und das wäre Punkt 2, der erzieherische Aspekt. Dass die Kiddies an die Türen klopfen, ohne weiteres Zutun Süßes verlangen und wenn man nichts gibt oder rein zufällig nicht da ist, wird der Abtreter mit einem Eier-Ketchup-Klebe-Gemisch verschönert, hmm, was sagt denn das aus? Schon mal was von Freiwilligkeit und Zwang gehört? Klar, wenn das kleine Steppkes sind, die noch schüchtern nach nem Bonbon fragen, dann ist das schon ok; die mussten sich immerhin überwinden und kriegen was als Belohnung, aber bei älteren, pubertierenden Teenies? Die lernen dann, wenn ich nicht kriege, was ich will, dann zahl ich es dem anderen eben heim, in dem ich dessen Eigentum beschädige – ja, und da wundert man sich über die verlotterte Jugend, die angeblich keine Manieren und keinen Respekt vor anderen hat. Logisch!
 
Aber, was mich am meisten nervt, Punkt 3, warum muss es gerade der 31. sein?! Wenn es einem hauptsächlich ums Party machen geht, dann wär das doch viel logischer gewesen, man hätte Halloween auf einen anderen Tag verschoben, dann wäre das eben nur so halbwegs deckungsgleich mit den Amis, aber was soll‘s. Aber stattdessen, so‘n pseudo Konkurrenzkampf, pfff. Wir haben doch schon einen Feiertag, und Luthers Thesenanschlag, der die Reformation in der Kirche ausgelöst hat, ist es schon wert, gewürdigt zu werden – zumindest für mich, als evangelischen Christen. Aber leider – und das muss auch gesagt werden – hat es die Kirche nicht wirklich geschafft, diesen Feiertag in die heutige Zeit hinüber zu retten und den Leuten klarzumachen, worum es geht. Man könnte den Tag ja auch als Anlass nehmen, um, wie Luther, auf bestehende Missstände in der Gesellschaft, der Kirche oder der Politik hinzuweisen und zu zeigen, wo Veränderung und Verbesserung gebraucht wird. Das ist ja, beim Fasching beispielsweise, auch ein wichtiger Aspekt!
 
Also, am besten wäre es, beides miteinander zu verbinden, dann wäre Halloween zum Feiern und der Reformationstag für die ernsteren Themen da, aber ich fürchte, dafür würde ein Tag allein wahrscheinlich nicht ausreichen… von Nicole

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Evolution of Beyoncé by Pentatonix

Wir hatten vor ein paar Montaen schonmal ein tolles Medley von den Musikern von Pentatonix. Jetzt haben sie Beyoncé ein komplettes Medley gewidmet und es ist nicht weniger toll. Wie schon beim ersten Mal fasziniert mich besonders die unglaubliche Bassstimme des Herren vorn links.
 

via youtube

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Fantastisches Disney Medley – Alex G & Peter Hollens

Disney Medley

Wir hatten hier schon das ein oder andere Disney-Medley. Aber ganz ehrlich, von Disney-Medleys kann man ja nie genug haben. Und dieses hier ist musikalisch und optisch so verrückt gut gemacht, dass ich euch das keinesfalls vorenthalten konnte.

 

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“Merkelpopulär” – Das Kanzlerporträt in den Medien

Wer hat denn hier wieder gemerkelt? 

Angela Merkel © sl

 

Seit der Bundestagswahl sprießen überall neue Blogs mit Bildern von Angela Merkel aus dem Boden. Mit viel Witz und einem Augenzwinkern regt hipstermerkel die tumblr-Gemeinschaft zu immer neuen und kreativeren Variationen eines Fotos an, das bereits vor einem Jahr bei Spiegel-Online erschien. Zum Blog-Kult geworden, beweist die Rezeption wie populär das Porträt der Kanzlerin geworden ist. So funktioniert es wohl, wenn Fotos zu Ikonen werden. Tausendmal geliked, geteilt, verändert und neu variiert, findet das Porträt der Kanzlerin, auf Borkum entstanden, den Eingang in unser aller Bildgedächtnis. Da ist es gar nicht verwunderlich, dass Merkel in bester Pop-Art-Manier im Stil von Andy Warhol verändert wird, wie ein echter Bansky als Graffiti an einer Mauer prangt oder einfach ein Retro-Fotofilter das Bild der Bundeskanzlerin in den Sommer 1978 versetzt und die Realität verklärt. „Ceep Calm and Merkel“, „Merkelism“ oder einfach nur „Angela“ sind die Worte, die für die Leichtigkeit und Unbeschwertheit des Porträts stehen.
 

Merkel Warhol by Michael A. Rose via hipstermerkel.tumblr.com

Ein Fall für die zukünftige Kunstgeschichts-Forschung? Vielleicht unter dem Gesichtspunkt der „Rezeptionsgeschichte des Herrscherbildnisses im Spiegel neuer Medien“? Oder „Das Kanzlerporträt im Wandel des technischen Fortschritts“? 
 
Und jetzt? Angesichts neuer Einzelheiten des Spähskandals durch US-Geheimdienste sprießt unter dem Hashtag #merkelphone ein neuer Kult empor, bei Twitter und Facebook. Ein Blog kam auch wie aus dem Nichts geschossen. Das Bild-Thema: Die Bundeskanzlerin und ihr Kanzlerhandy. Die Kanzlerin beim Telefonieren, Angela Merkel beim Simsen. 
 

Hello, is there Crypto City!? via merkelphone.tumblr.com

 

Ich bin gespannt, was da noch kommt! von Susann

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XBOX ONE vs. Playstation 4

Welche Konsole ist die Richtige für mich?

Bald ist es soweit, die Next-Generation-Konsolen erreichen unsere Elektronik-Fachmärkte und Gamestores. Beide Konsolen stechen mit neuen Features hervor und jedes hat seinen eigenen Reiz. Ob Second-Screen per  SmartGlass App von Microsoft oder Sonys Version mithilfe der Playstation Vita oder Cloud-Funktionen. Aber die Frage aller Fragen ist: Welche Konsole ist die richtige für mich? In meinem neuen Artikel will ich euch die neuen Funktionen und Möglichkeiten vorstellen, die jedes einzelne Gerät bietet. Aber die endgültige Entscheidung liegt dann bei euch.

 

via 4player.de

 
Technik
 
Technisch gesehen ähneln sich die beiden neuen Zugpferde von Sony und Microsoft bis auf ein paar Kleinigkeiten fast zu hundert Prozent. Beide verfügen über jeweils 500 Gigabyte Speicherplatz, einen Acht-Kern-Prozessor, ein Blu-Ray Laufwerk, 8 Gigabyte RAM, WLAN, und einer AMD Radeon Grafikkarte. Die erste Runde scheint also fast ausgeglichen zu sein. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Die PS4 verwendet, im Gegensatz zu der XBOX, den deutlich schnelleren GDDR5-RAM und in Sachen Grafikleistung konnte die Spielstation von Sony in diversen Benchmark-Tests einen höheren Wert aufweisen, als ihr direkter Konkurrent. Wenn auch nur marginal. Microsoft versprach aber die fehlende Rechenleistung durch Cloud-Services wieder wettzumachen.

 

Online
 

© Sony

In diesem Punkt scheiden sich nun die Gamer-Geister. Die einen meinen, durch einen kostenpflichtigen Dienst könnte man diverse Störfaktoren von der Plattform fern halten und bessere Server gewährleisten, die anderen meinen wiederum, ein kostenloser Zugang wie es die Playstation vormacht, wäre das Nonplusultra da wirklich alle, die Lust haben online zu zocken, dies auch tun können. Klar, wenn es bezahlte Onlinezugänge wie bei der XBOX gibt, muss den Usern auch was geboten werden. Seit der Vorstellung der Next-Gen. XBOX gibt es jeden Monat die sogenannten “Games With Gold”, also ein kostenloses Spiel zum Herunterladen (auch weiter spielbar, wenn ihr keinen Gold-Account mehr habt). Sony hingegen bietet jetzt auch einen kostenpflichtigen Zugang an, allerdings zusätzlich zum normal spielbaren Multiplayer. Dieser sogenannte “Plus”-Account bietet euch unter anderem zwei PS4-Spiele und zwei PSvita-Spiele pro Monat zum kostenfreien Download an. Der Haken allerdings ist, dass die Games nur so lange spielbar sind, wie ihr euren Plus-Account auch fleißig bezahlt. Wollt ihr nichts mehr bezahlen, könnt ihr die gratis Games auch nicht mehr zocken. Die jährlichen Kosten einer XBOX Live Gold-Mitgliedschaft belaufen sich auf zirka 60 Euro, die eines Playstation Plus-Accounts auf rund 50 Euro. Zusatz-Dienste wie Watchever, Facebook und Co. könnt ihr jederzeit auf der Playstation nutzen. Bei der XBOX braucht ihr den Gold-Account, um diese Dienste in Anspruch zu nehmen.

 
Preis und Leistung
 

© Microsoft

Billig sind beide Konsolen wirklich nicht. Microsoft verlangt 499 Euro, Sony 399 Euro. Allerdings ist der Lieferumfang auch verschieden. Entscheidet ihr euch für die XBOX so bekommt ihr Konsole, Gamepad, HDMI Kabel, 14-tägige Gold-Mitgliedschaft, Mono-Headset und einen Kinect Sensor. Für Vorbesteller des Microsoft Geräts gibt es eine so genannte “Day One” Edition, das bedeutet, ihr erhaltet eine spezielle Version der Konsolen mit vorinstallierten FIFA 14 und einem “Day One” Aufdruck auf dem Gamepad. Der Lieferumfang der Playstation der 4. Generation beinhaltet lediglich das Gerät an sich, einen Controller, Mono-Headset und ein HDMI Kabel. Einen Motion-Sensor ist nur zusätzlich erhältlich und schlägt mit rund 60 Euro zu Buche. 

 
Freunde
 
Eure Freunde werden ebenfalls ein wichtiges Kaufargument sein, je nachdem für welche der gebotenen Konsolen ihr euch entscheidet. Denn: Zusammen mit den eigenen Freunden im Multiplayer zu zocken, macht schließlich am meisten Spaß. Sprecht euch also ab, wer welche Konsole haben will und bedenkt dies bei eurer Kaufentscheidung.
 
Fazit
 
Nun liegt es bei euch für welches Gerät ihr euch entscheidet. Viele werden eine der Vorgänger-Versionen ihr Eigen nennen dürfen und in diesem Fall ist womöglich schon eine kleine Entscheidung gefallen. Vielleicht habe ich euch aber auch zum Nachdenken angeregt. Es ist und bleibt nun mal eine Geschmacks- und Geldfrage, welche die richtige Konsole sein wird.
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Rezension:
Joël Dicker ‘Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert’

Buchcover: Piper Verlag

Gerade einmal 28 Jahre alt ist der Autor dieses außergewöhnlichen Werks. Das Adjektiv ,außergewöhnlich‘ ist nicht etwa aus Mangel an Synonymen gewählt, sondern deshalb, weil Dicker es schafft, dass sein Roman über einen Schriftsteller mit Schreibblockade zu einem spannenden Krimi heranwächst, der zugleich vielschichtig, intelligent, witzig und dadurch eben außergewöhnlich ist.
 
Marcus Goldman ist (ebenfalls) ein gefeierter  junger Autor, der mit seinem Erstlingswerk sofort einen Bestseller zustande gebracht hat. Nun müsste er sich eigentlich um ein Nachfolge-Buch kümmern, denn wer sich zuviel Zeit lässt, wird schnell wieder vergessen. Anfangs noch recht sorglos und voller Hoffnung, dass die Inspiration ihn schon zu gegebener Zeit wieder beglücken würde, wächst sein Problem zu einer festen Schreibblockade heran, aus der ihm nur Harry Quebert, sein Literatur-Professor, ehemaliger Mentor und Freund helfen kann. Harry ist selbst ein berühmter Schriftsteller, der es ebenfalls mit seinem Erstling „Der Ursprung des Übels“ zu Erfolg und Ruhm gebracht hat, mittlerweile aber zurückgezogen in dem kleinen Städtchen Aurora wohnt. Als er sich schon fast mit dem Scheitern und einer Klage seines Verlages abgefunden hat, erreicht Marcus die Nachricht, dass in dem Garten auf Harrys Grundstück eine Leiche gefunden wurde.
Es ist die 15-jährige Pastorentocher Nola Kellergan, die vor mehr als 30 Jahren spurlos verschwand und mit der Harry ein Verhältnis hatte. Bei ihr findet man zu Harrys Unglück ein Manuskript seines Buches „Der Ursprung des Übels“; er wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Marcus, der von dessen Unschuld überzeugt ist, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und deckt immer mehr kleine und größere Ungereimtheiten und Tatsachen auf, die bislang unter den Teppich gekehrt wurden. Immer häufiger bekommt er anonyme Drohungen und beschließt nach und nach ein Buch über Harry und Nola zu schreiben, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Marcus‘ Verleger Roy Barnaski hätte zwar lieber ein zweites „Shades of Grey“, ist aber dennoch überzeugt, durch den Medienrummel um Queberts skandalöse Affäre und vielleicht sogar Mord wird das Buch wie eine Bombe einschlagen.
 
Barnaski hörte mir schon nicht mehr zu. Er war bei den Drohungen hängen geblieben.
„Drohungen?“, wiederholte er. „Das ist ja phantastisch! Das gibt eine Wahnsinns-PR! Stellen Sie sich vor, jemand verübt einen Mordanschlag auf Sie, dann können Sie an die Verkaufszahlen glatt eine Null dranhängen! Und locker zwei, wenn Sie dabei draufgehen!“
„Vorausgesetzt, ich kriege das Buch vorher fertig.“
 
Im Laufe der Ermittlungen, zeigt sich, dass viele Bewohner der Stadt mehr oder weniger aktiv in den Fall verstrickt sind, auch Harry nicht ganz unschuldig ist und am Ende nichts ist, wie es den Anschein hatte.
 

Foto: Jeremy Spierer

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert ist in drei übergeordnete Teile gegliedert: ,Die Schriftstellerkrankheit‘, ,Die Genesung des Schriftstellers‘ und ,Das Paradies der Schriftsteller‘. Die 31 (Überlebens-)Tipps für Schriftsteller, die Harry an seinen Schützling Marcus weitergab, bilden die kleineren Kapiteleinteilungen und sind jeweils in Form eines kurzen Dialogs an deren Anfänge gestellt.
 
Menschen, die mit der Medien- und im Besonderen der Buchbranche verbandelt sind, werden an vielen Stellen zustimmend nicken, weil sie ähnliches selbst erlebt haben. Für andere ist es ein interessanter Einblick, den Dicker gewährt, und der in Bezug auf die Medialität hochaktuell ist. Etwa wenn er den Verleger Roy Barnaski erzählen lässt, dass Werbung mittlerweile viel effektiver über das Internet und insbesondere über soziale Netzwerke wie Facebook, quasi als virale Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert; man braucht einen sogenannten Buzz, einen Aufreger, über den gesprochen wird und schon geht eine Nachricht um die ganze Welt.(“Die Nutzer von Facebook sind nichts anderes als kostenlose Werbeplakate.”)
Aber auch die Abgründe in solch typisch idyllischen Kleinstädten, in denen auf den ersten Blick alles perfekt scheint, es aber unter der Oberfläche gewaltig brodelt, sind von Dicker anhand vieler Charaktere eindrucksvoll beschrieben, ohne einseitig zu bleiben.
 
Ein sehr empfehlenswertes Buch!
 
Joël Dicker – Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Piper Verlag, August 2013
Übersetzt von: Carina von Enzenberg
736 Seiten
22,99 EUR
ISBN: 978-3-492-05600-7
 
von Nicole

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Animation Carpark von Bird-Box

Bird Box

Ein kleiner humorvoller Snack von Bird-Box:  ein normaler Einkaufbummel entwickelt sich in eine völlig falsche Richtung. Mit Hunden ist manchmal eben nicht zu spaßen.

 

via langweiledich.net

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Thüringen, die Arbeit und Ich

via pinterest

Wir schreiben den 24. September 2011, vier Uhr in der Früh. Der Wecker klingelt. Ich war noch nie so wach um diese Uhrzeit…ich stehe auf und begebe mich ins Bad. Erst mal eine Ladung Wasser ins Gesicht schütten und die Zähne putzen. Mein Vater wirbelt schon seit einer halben Stunden durch das Haus, immer wieder zum Auto und wieder rein in die warme Stube. Ich bin zwar wach, sehe aber keineswegs danach aus. Erst mal eine Super-Size-Dose Energy Drink in den Rachen kippen und die Erste von vielen Zigaretten des Tages rauchen. Der Grund warum ich zu so einer unchristlichen Uhrzeit aufgestanden bin war klar…heute ist der Tag gekommen an dem ich mein geliebtes Ruhrgebiet verlassen und nach Gera ziehen werde.

So richtig realisiert habe ich es allerdings noch nicht. Heute kann ich sagen, es dauerte auch seine Zeit bis ich es wirklich verinnerlicht habe. Endlich ins viel zu beladene Auto gesetzt, beginnt auch schon die wilde Fahrt von gut 500 Kilometern in das „Grüne Herz Deutschlands“. Nach fünf Stunden Fahrt und diversen Stopps kamen wir endlich in der Zielstraße an. Unten wurde ich auch schon von meiner Freundin begrüßt (Sie war schon einen Tag vor mir dort) und zeigte mir die schon so gut wie fertig eingerichtete Wohnung. Ein paar Stunden und diverse Einkäufe später, fuhr mein Vater und meine Stiefmutter auch wieder zurück in Richtung Westen. Die ersten Wochen fühlten wir uns als würden wir in einer Ferienwohnung leben und als würde es bald zurück in die Heimat gehen.
 
Aber nach knappen zwei Monaten wurde uns bewusst, dass es nicht zurück geht. Das erste Jahr in Gera war wirklich hart für mich, nicht weil ich die Metropole Ruhr vermisste, eher weil ich als gelernter Mediengestalter hier einfach keinen Job bekam. Aber irgendwo musste das Geld ja herkommen. So begann ich zeitweise bei einem Fast-Food Restaurant, welches mit auf offener Flamme gegrillten Fleisch warb, zu arbeiten. Kurze Zeit später sogar als Schichtleiter. Darauf folgte ein kurzes Intermezzo bei einer Druckerei, bei der ich meinem gelernten Beruf nachgehen konnte. Danach arbeitete ich wieder bei einem Burgerbrater, diesmal das Restaurant mit dem güldenen M als Logo.
 
Durch einen Zufall sah ich eine Anzeige in der “hallo thüringen”, dass ein Volontär für die Redaktion in Gera gesucht wird. Kurz nach der Sichtung der Annonce setzte ich mich an meinen Rechner und schrieb meine Bewerbung und versendete sie. Ein paar Tage später bekam ich die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in der Redaktion. Ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt wie an diesem Tag. Für mich bot sich die Gelegenheit, nach einer langen Periode von Jobs die einen wirklich kaputt machen können. Einen Tag nach dem Gespräch erhielt ich einen Anruf, dass der Zuschlag zu meinen Gunsten ausgefallen ist und dass ich ab dem 1. August 2013 Volontär bei einer Zeitung bin.
 
Und so ist es nun…seit knappen drei Monaten sitze ich jeden Tag im Licht der Neonröhren und ich muss sagen, ich liebe diesen Job! Man lernt so viele verschiedene interessante Personen kennen, knüpft gute Kontakte und erlebt eine Menge, von dem viele Leute nur träumen. Hätte ich früher gewusst wie viel Spaß dieser Beruf macht, hätte ich mir die drei Jahre Ausbildung zum Mediengestalter sparen können. Aber das sind alles Erfahrungen die mir niemand mehr nehmen kann. von Marcel

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