Bye bye, Desperate Housewives!
Ein kleiner Einblick in die Wisteria Lane

via sneakpeek

„Diese Straße ist so einiges, aber sicher nicht langweilig!“, lässt Susan Mayer die zukünftige Hausbesitzerin wissen und sie liegt damit goldrichtig. Desperate Housewives ging 2005 an den Start und hatte unglaublich großen Erfolg. Nun endete die Serie nach acht Jahren und acht Staffeln.
Dass eine Serie mit mittelalten 40-jährigen Frauen und deren Leben in der Vorstadt derart für Furore sorgen würde, hatten anfangs selbst die Hauptdarstellerinnen bezweifelt, bestätigt Tery Hatcher. Doch die grandiose Mischung aus Nachbarschaftlichkeit und tiefen Freundschaften auf der einen sowie Intrigen, Stutenbissigkeit und mysteriösen Geheimnissen auf der anderen Seite, zündete sowohl in den USA als auch in Deutschland. Die Dialoge waren oft scharfzüngig und voll schwarzen Humors und die Schauspieler verstanden es, diesen entsprechend rüberzubringen. Natürlich waren die Charaktere überspitzt, aber man – oder besser frau – konnte sich in vielen Situationen wiederfinden und auch noch darüber lachen.
 
Da gab es die konservativ, hochmoralische Bree Van De Kamp (Marcia Cross), die oft zu perfekt und dadurch gefühlskalt und rational schien, dafür aber mit hervorragenden Koch- & Backqualitäten gesegnet war. (PS. Schöpfer & Produzent Marc Cherry ließ durchblicken, dass er diese Figur (fast) getreu dem Vorbild seiner eigenen Mutter nachempfunden hat.)
Rex (Ehemann von Bree): „Ich fass es nicht, du wolltest mich umbringen!“
Bree: „Ja weißt du, ich fühl mich auch ganz schlecht deswegen.“
 
Susan Mayer, gespielt von Tery Hatcher, war die chaotisch-liebenswerte aber auch tollpatschige Hausfrau, die durch ihre Situationskomik immer wieder für Lacher sorgte. Männer und Beziehungen hatte die alleinerziehende Mutter einige, am Ende heiratete sie aber doch ihren Mike.
Edie: „Ich hab jetzt einen Mann.“ Susan: „Ach ja, wessen denn?“
 
Eva Longoria stellte das leidenschaftliche sexy Ex-Model Gabrielle „Gaby“ Solis dar, die selbstbezogen und verwöhnt war und sich neben diversen Shopping-Exzessen im Dauerzoff mit Ehemann Carlos befand. Sie hat sich durch die kurzzeitige Blindheit ihres Mannes und ihre Kinder charakterlich am meisten weiter entwickelt.
Juanita (Gabys & Carlos‘ Tochter): „Wacht auf, ich hab euch Waffeln gemacht.“
Gabrielle: Komm wieder, wenn du gelernt hast, wie man Mojitos macht.“
 
Last but not least, meine Lieblingsfigur Lynette Scavo – dargestellt von Felicity Huffmann – sie ist die Macherin, die starke Bodenständige, mit jeder Menge Kindern und immer im Zwiespalt Haushalt und Karriere unter einen Hut zu kriegen. Sie ist oft diejenige, die direkt und ohne Umschweife erklärt, was Sache ist.
Susan: „Wie konnten wir das alle nur vergessen?“
Lynette: „Vergessen haben wir es eigentlich nicht. Nur, wenn die Gastgeberin tot ist, fällt die Party ins Wasser.“
 
Lange Zeit war auch Nicolette Sheridan als Sexbombe Edie Britt in der Stammbesetzung zu sehen, die immer wieder mit Intrigen und jeder Menge Sexappeal für Aufregung sorgte.
Edie: „Sag mal Gaby… Ich muss einfach fragen: Was ist eigentlich los mit dir? Wie siehst du nur aus? Deine Kleidung, deine Haare…tss. Carlos mag ja blind sein, aber wir anderen doch nicht!“
Gabrielle: „Das liegt an den zwei Kindern!“
Edie: „Wieso? Hast du die gefrühstückt?“
 
Neben den vier Frauen spielen natürlich auch die jeweiligen Männer, Kinder und anderen Nachbarn immer wieder kleine und große Rollen in den täglichen Dramen.
Trotz der vielen verschiedenen Geschichten, gab es in den acht Staffeln einige Konstanten, beispielsweise die thematische Einführung und den Schluss einer jeden Folge, den die verstorbene Mary Alice Young aus dem Off einspricht. Außerdem gab es in jeder Staffel ein Geheimnis, welches meist mit der jeweils neu dazu gezogenen Familie einherging. Dazu muss ich allerdings sagen, dass es im Laufe der Zeit Einbußen bei der Raffinesse und Komplexität gab; vor allem bei der zweiten und dritten Staffel ist man erstaunt, wie viele Personen in den mysteriösen Fall verstrickt sind.
Auch die häufigen Todesfälle sind ein Markenzeichen der Serie. In der letzten Folge standen viele Verstorbene aus der Wisteria Lane zum letzten Abschied an der Straße und ich war erstaunt, wie viele Leute dort zusammenkamen.
Besondere Höhepunkte gab es so einige, der größte war vermutlich der Tornado in der vierten Staffel, der fast die komplette Straße verwüstete und natürlich auch Opfer forderte.
 
In der letzten Episode gibt es sowohl einen Blick in die Zukunft der Frauen, die allesamt aus der Wisteria Lane wegziehen als auch den ersten Neuankömmling, der mit einer verdächtigen Kiste anreist, die sogleich in einem Schrank verschlossen wird. Entweder sät man hier bereits einen möglichen Housewives-Nachfolger oder diese Sequenz steht einfach symbolisch für die tiefen Geheimnisse, die – auch wenn sie nicht (mehr) gezeigt werden – trotzdem noch in jedem verborgen sind. von Nicole

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