Es lebe der Sport (und die passenden Sporttypen dazu)

via weheartit

Fitnessstudios sprießen derzeit wie die Pilze aus dem Boden. Egal, ob man sich allein an den Geräten „abquält“ oder gemeinschaftlich an Kursen, wie Zumba oder Body Pump teilnimmt, Hauptsache man bewegt sich und tut seinen Körper etwas Gutes. Und so unterschiedlich die Sportarten sind, so verschiedenartig sind auch die Individuen, die im Studio ihre Fitness auf Vordermann bringen wollen. Hier die verschiedenen Charaktere, die ich während meiner sportlichen Laufbahn beobachten konnte.
 
Der Vollprofi:
Er schreitet voller Stolz in den Fitnessraum und nimmt bei den Kursen sofort in den vordersten Reihen Platz. Gerne betrachtet er sich dabei im Spiegel. Seine Technik ist ausgereift und er hat keine Probleme auch dem Trainer in Sachen Körperbau, Kondition und Kraft Konkurrenz zu machen. Für den Vollprofi ist das Fitnessstudio eine zweite Heimat. Er geht mindestens vier bis fünf Mal die Woche zum Sport, nicht nur um zu trainieren, sondern auch, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Oft sieht man mehrere dieser Exemplare auf dem Haufen zusammenhocken, um die neuesten Techniken und Trainingsmethoden zu diskutieren.

 
Der Möchtegern-Neuling:
Der Möchtegern-Neuling ist gerade erst Mitglied im Fitnessstudio geworden, packt sich aber in seiner ersten Trainingsstunde die gleichen Gewichte auf seine Hantelstange, wie der Vollprofi, um dann bereits bei der ersten Übung kläglich zu versagen. Diese Handlung tut er entweder aus reiner Selbstüberschätzung oder um sich bei den anderen Mitsportlern nicht als „Neuling“ zu outen. Problem ist nur, dass er gerade durch diese Aktion alle Blicke auf sich richtet, da ihm bereits nach wenigen Sekunden die Schweißperlen vom Gesicht tropfen und dieses innerhalb von kürzester Zeit die Farbe einer Tomate-, ja sogar Aubergine annimmt.

 
Der Athletische:
Diese Spezies ist wohl der typische Sportler. Der Athletische geht in aller Regelmäßigkeit zum Sport und man sieht es ihm auch an. Models wie Marcus Schenkenberg und Bar Rafaeli lassen grüßen. Modisch ist der Athletische immer auf den neuesten Stand (Neon ist im Übrigen gerade das non-plus-ultra in Sachen Sportbekleidung). Dennoch ist er nicht der Typ, der damit prahlt. Er treibt den Sport einfach seiner selbst Willen.

 
Der Schüchterne:
Der Schüchterne möchte möglichst unauffällig seinen Sport betreiben. Das erkennt man schon beim betreten des Fitnessstudios, da sein Blick meistens auf den Boden gerichtet ist und das auch bleibt. Betritt er den Kursraum, geht er auf schnellstem Wege in die hinterste Reihe, um ja keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. So schnell, wie er gekommen ist, verschwindet der Schüchterne nach seiner Trainingsrunde auch wieder.

 
Das sportliche Dickerchen:
Dieser Typ von Sportler ist mir noch immer ein Rätsel, aber komischerweise ist es kein seltenes Exemplar. Das sportliche Dickerchen treibt mehrmals die Woche Sport, hat Kondition ohne Ende und packt sich teilweise Gewichte auf die Hantelstange, das einen die Augen aus den Höhlen quellen – und das ohne Probleme. Komischerweise sieht man ihm das aber überhaupt nicht an, denn meisten zieren etliche Speckröllchen seinen Körper und er sieht mehr danach aus, seine Freizeit in einem Fast-Food-Restaurant zu verbringen, als im Fitnessstudio.

 
Der Periodensportler:
Dieses Exemplar richtet seine sportlichen Aktivitäten nach seinen Launen. Hat er Lust darauf, kann man ihn mehrmals die Woche im Studio beobachten. Es vergehen aber auch Zeiten, in denen sein Spind vollends verstaubt, weil er  sich mehrere Wochen, gar Monate jeglicher sportlichen Betätigung entzieht. Dennoch, irgendwann kommt er immer wieder, muss sich dann aber trotz jahrelanger Mitgliedschaft der Frage „Bist du neu hier?“ gefallen lassen.

 
Der Aufgeber:
Ja, ja, jeder von uns wird das wohl kennen. Diese innere Bereitschaft, regelmäßig Sport zu betreiben. Besonders nach Weihnachten und zum Jahresbeginn geht das den Meisten so. Leider lässt dieser Wille bei vielen so schnell wieder nach, wie er gekommen ist. So schließt der Aufgeber voller Enthusiasmus einen Fitnessvertrag über mehrere Jahre ab, um dann ziemlich schnell festzustellen, dass Sport doch nicht sein Ding ist. Nach spätestens ein bis zwei Monaten setzt er  dann keinen Fuß mehr in das Studio, allerdings wird in monatlicher Regelmäßigkeit sein Mitgliedsbeitrag vom Konto abgebucht. von Nancy

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Ein Kommentar zu Es lebe der Sport (und die passenden Sporttypen dazu)

  1. Daniela Bagdasarow sagt:

    Dieser Beitrag hat mir absolut imponiert und trifft völlig zu. Ich zähle mich zum Periodensportler, da ich für Abwechslung bin. Meine Leidenschaft ist die Abwechslung, Immer das Gleiche langweilt mich schnell. Ja, ich stehe dazu – Periodensportler sind die Besten ;o) LG die Dani

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