Leute, ich bin genervt! Und das so richtig. Nein nicht, weil mir heute ein unverschämter Autofahrer die Vorfahrt genommen hat, auch nicht weil ich wiedermal an die langsamste Kassiererin des gesamten Supermarktes geraten bin. Ich bin genervt, weil ich aus dem Fenster schaue und mir seit Wochen in täglicher Regelmäßigkeit dunkle Wolken und dicke Regentropfen vor die Augen kommen. Soll das etwa der Sommer 2012 sein? Na dann vielen Dank!
Eigentlich erwarte ich ja nicht viel von einem Sommer in Deutschland. Dass man hier nicht regelmäßig die 30-Grad-Marke überschreitet, ist mir vollkommen klar. Aber nachdem wir im Januar mit eisigen Temperaturen zu kämpfen hatten und der Winter ja im Allgemeinen recht dunkel ist, habe ich mich wirklich nach ein paar Sonnenstrahlen gesehnt. Nur ein paar Tage hintereinander schönes Wetter und Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad – mehr verlange ich doch nicht. Und die Aussichten waren ja zu Frühlingsbeginn gar nicht schlecht. Im April und Mai erreichte das Thermometer schon ziemlich oft die 20 Grad Grenze, sodass ich mir berechtigte Hoffnungen gemacht habe, im Sommer auch mal ein paar Tage am Bagger verbringen zu dürfen, ohne einen Regenguss über mich ergehen lassen zu müssen. Aber da ist er wieder, der Satz mit „x“, war wohl nix!
Gewitter sind ja bereits zu einem sommerlichen Ritual von Petrus geworden. Ständig donnert und kracht es am Himmel und anschließend fällt kübelweise Wasser. Ich glaube so viele Gewitter, wie es in den letzten drei Wochen gab, hatten wir im ganzen vergangenen Jahr nicht. Und meine Blumen sind von dem Platzregen auch nicht besonders begeistert und mussten schon den einen oder anderen abgebrochenen Stengel lassen. Ja, selbst meine mit viel Liebe gepflegten Himbeeren beginnen durch das nasse Wetter bereits zu faulen, bevor sie richtig reif geworden sind. Wie eine Gießkanne aussieht, weiß ich schon gar nicht mehr. Die steht verstaubt im Keller. Wer sich allerdings freut, ist das Unkraut. Es sprießt und gedeiht in allen Ecken.
Bereits letztes Jahr hatte ich kaum die Möglichkeit meine neu erworbenen kurzen Röcke und Blüschen zu tragen, denn sollte sich jemand erinnern, selbst der vergangene Sommer war nicht gerade von Sonnenschein geprägt. Auch dieses Jahr üben diese Kleidungsstücke wieder ein tristes Dasein in meinem Schrank. Stattdessen trage ich Strickjacke und lange Jeans. Sollte ich sie doch einmal anziehen können, denn ich gebe die Hoffnung zumindest auf einen heißen Sommer 2013 nicht auf, sind sie mit Sicherheit aus der Mode. Wahrscheinlich sollte ich mir demnächst lieber ein paar modische Gummistiefel zulegen, als eine neue kurze Hose.
Die wenigen sommerlichen Tage, die wir bis jetzt hatten, glichen dann eher einem Aufenthalt in einem Gewächshaus. Und zwischendurch: Regen, Regen, Regen! Nicht nur, dass ich dabei das Gefühl hatte, bei dieser subtropischen Luft ständig zu kleben, werde ich noch von einem anderen Problem belästigt – den Bremsen. Dieses Insektenzeug scheint das Klima zu lieben und sobald ich mein Haus verlasse, werde ich von ihnen regelrecht angefallen. „Autan“ – vielen Dank, dass es dich gibt!!! So bin ich nicht nur regelmäßig nass (entweder vom Regen oder vom Schweiß), sondern auch zerstochen.
Also dann, auf einen heiteren, ach quatsch, wolkigen Sommer! von Nancy
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nicht verzagen,
der Sommer fängt ja erst an.