Fünf Arten mit dem Computer zu kommunizieren

via weheartit

Wie oft haben wir schon entsetzt den Bildschirm unseres Computers angestarrt und ihm verständnislos dabei zugesehen, wie er sich schleppend durch simple Prozesse kämpft, die wir ihm zuvor schon so oft aufgetragen haben, und uns letztendlich im Stich lässt?!

Wir lieben es unseren Computer so zu behandeln, als hätte er seine ganz eigenen Charaktereigenschaften und Gefühle. Ganz gleich, ob wir ihn beschimpfen, ihm schmeicheln, versuchen mit ihm zu verhandeln oder unsere Wut physisch an ihm auslassen – es ist eindeutig zu erkennen, dass wir ihm mehr Macht und Persönlichkeit zusprechen als ein lebloses Objekt eigentlich verdient. Egal ob wir Computer Jobs ausüben oder an der Universität studieren – schwierige Situationen mit dem Computer, wie Abstürze, Geschwindigkeitsreduktionen oder andere Missgeschicke, widerfahren uns überall. Lest weiter und seht welcher Persönlichkeitstyp eurer gewöhnlichen Reaktion entspricht!
 
Der Schreihals

Eine weit verbreitete Reaktion ist, der teuflischen Maschine mal ordentlich den Marsch zu blasen! Der Schreihals beginnt mit einem leisen Murmeln von Flüchen und verwandelt sich schrittweise zu einem kompromisslosen, ausfallenden Schreihals, der den Hersteller, Computer im Allgemeinen und speziell sein eigenes Modell maßlos beleidigt.
 
Dieses Verhalten ist zwar keine Methode zur Problemlösung, hilft aber auf jeden Fall, Dampf abzulassen und bereitet dem Schreihals ein warmes, wohliges Gefühl der Zufriedenheit, weil er glaubt, dass der (gefühllose) Computer sich die Schuldzuweisungen zu Herzen genommen hat. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, leitet der Schreihals den nächsten Schritt ein, dessen Resultat in den härtesten Fällen einem Totalschaden gleicht.
 
Der wilde Klicker

Der kleine Bruder vom Schreihals, der wilde Klicker, gibt zunächst eine Reihe von verzweifelten Seufzern und deprimierten „Komm schon!“-Aufforderungen von sich, bis er dann schließlich versucht seinen Computer zum Laufen zu bringen, indem er wie wahnsinnig die Maustasten betätigt und blindwütig auf der Tastatur herumhackt.
 
Genauso hoffnungslos wie beim Schreihals werden die Probleme nicht schneller gelöst, indem man versucht, die Maus und die Tastatur wie eine Art Defibrillator einzusetzen, um den Computer mit kleinen Schocks wieder zum Leben zu erwecken.
 
Der Verhandler

Speziell diejenigen unter uns, die IT Jobs ausüben, kennen das erbärmliche Gefühl, das uns den Magen umdreht, wenn wir plötzlich den Anblick eines schwarzen Bildschirms genießen dürfen, wobei noch kurz zuvor ein ganzer Arbeitsbericht oder mehrere Tabellen geöffnet waren.
 
Genau das ist der Moment, in dem der Verhandler zum Einsatz kommt. Wenn ihr jemals einen der folgenden Sätze zu eurem Computer (dem logischen, komplett emotionslosen, leblosen Gerät – wir erinnern uns…) gesagt habt, dann gehört ihr definitiv zu den Verhandlern.
 
Sie beginnen oft mit: „Wenn du jetzt wieder funktionierst, verspreche ich dir…“

„…dass ich von nun an Sicherheitskopien erstellen werde.“
„…dass ich dir den neuen Prozessor einbaue, den du immer wolltest.“
„…dass ich deine Festplatte regelmäßig defragmentiere.“
„…dass ich den Staub von deinem Lüfter entferne.“
 
Die Tragödie daran ist jedoch, dass der Verhandler trotz seiner ernsthaften Versprechen sofort wieder in sein altes Verhaltensmuster zurückfällt, sobald der Computer wieder funktioniert… bis zum nächsten Mal!
 
Der Ermutigende

Wenn die Dinge außer Kontrolle geraten, ist es ganz natürlich zu versuchen, diese mit einer gesunden Dosis an hoffnungsvoller Ermutigung positiv zu beeinflussen. Wir glauben oft, dass man sich etwas einfach nur sehr stark wünschen muss, damit es wahr wird.
Peinlicherweise sind Computer dafür keine Ausnahme für den Ermutigenden, der sie wie kleine, ehrgeizige Kinder bei einem Eierwettrennen behandelt:

„Komm schon … komm schon, ja genau so! Du machst das sooo gut, fast geschafft! Du packst das!“
 
Der Geduldige

Nicht jeder gibt seinem Computer einen Charakter – einige behandeln ihn stattdessen wie eine kalte, gefühllose, logische Maschine, die er eigentlich ist. So macht es etwa der Geduldige, der die Situation so hinnimmt, wie sie ist: Ein unvermeidbares Geschehen beim Umgang mit Computern.
 
Der Geduldige akzeptiert das Problem nicht nur ohne Aufregung, sondern ist auch noch jemand, der oft zwischenspeichert, regelmäßige Back-ups erstellt und wichtige Dokumente auf externen Festplatten speichert. Naja, ihr wisst schon… einer von den Strebern! Gastbeitrag von b.m.

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Ein Kommentar zu Fünf Arten mit dem Computer zu kommunizieren

  1. Alex sagt:

    man kommuniziert nicht mit dem computer sondern durch ihn … und insofern gibt es nicht die geduldigen, die ihrem rechner laut obigen text immer noch mit einer gewissen emotionalität gegenüberstehen und ihn irgendwie „behandeln“, es gibt zu guter letzt die ganz normalen nutzer die keine emotionalität an ihre technik verschwenden … und ja: jene sehen einen rechner als reine maschine, arbeits- oder unterhaltungsgerät, dessen funktionsvorgänge im großen und ganzen, je nach wissen des nutzers, logisch nachvollziehabr sind.

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