Moviacs: Für Filmnerds
und die, die es mal werden wollen

screenshot moviacs

Kino Magazine haben es nicht leicht und gelten als Quotenkiller. ZDFNeo hat das Experiment dennoch gewagt, mit Moviacs. Beim TVLab von ZDFNeo hat es das Format zwar nur auf PLatz vier geschafft, aber das Magazin rund um Film und Entertainment läuft jetzt trotzdem an vier aufeinanderfolgenden Dienstagen um 21.45 Uhr (erste Folge 22.11.).
 
In lauschiger, mit Postern zu gekleisterter Studentenbuden-Atmosphäre plappern die zwei Filmnerds Nilz Bokelberg und Donnie O’Sullivan mir erhöhter Geschwindigkeit über Kino-Neustarts, Kultfilme, DVDs und alles andere, was mit dem bewegten Bild zu tun hat.
 
In der ersten Moviacs Folge nehmen die Filmverrückten die aktuelle Roman Polanski-Produktion „Gott des Gemetzels“, die britische Komödie „Submarien“, den vierten Teil der „Twilight“-Saga und „Arthur Weihnachtsmann“ genauer unter die Lupe. Andere Produktionen werden nicht mehr als nur kurz angeschnitten. Bei der Neuauflage von „Tom Sawyer“ reicht es gerade mal für eine Sequenz, bei der es nicht mehr zu sehen gibt, als zwei laufende Säcke. Mit mal mehr, mal weniger gutem Wortwitz und interessanten Hintergrundinformationen zu Film und Schauspielern, spendiert von Fünf Filmfreunde Blogger Nilz Bokelberg, präsentieren die Filmfreaks das Neueste von der Kinoleinwand.
 
Die Interaktion zwischen den beiden Moderatoren ist ausbaufähig. Bisher gleicht es einem Ping-Pong Spiel der D-Jugend, weit entfernt von einem natürlichen Schlagabtausch, zu gekünstelt und nach Lachern heischend. Neben dem exzentrischen Nilz kommt der grau melierte Donnie O’Sullivan fad und als reiner Stichwortgeber daher.
 
Leider zählt jeder, der irgendwie der Meinung ist, Ahnung von Filmen zu haben, den unendlich überzogenen Marionettenfilm „Team America“ zu den verkannten Highlights der Filmgeschichte, und so kommen die Kinder im Manne nicht umhin die bekannte Kotzszene, noch irgendwie in das Geschehen rein zu quetschen. Ebenso überflüssig ist der Clip „cineastische Früherziehung“, dessen Witz ich aber vielleicht auch einfach nicht verstanden habe.
 
Trotz aller Kritik: Filmnerds und/ oder leicht zu unterhaltendes Publikum sollten für die Länge von 15 Minuten ruhig mal rüber schalten. von Steffi
 
Die erste Folge gibt es hier.

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