Unsere Erinnerungen an den 11. September 2001

via weheartit

Am Sonntag jähren sich die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon zum zehnten Mal. Der 11. September 2001 hat die Welt verändert und die Bilder sind fest in unseren Köpfen verankert. Durch den bevorstehenden Jahrestag werden die Ereignisse und Verschwörungen noch einmal heftig diskutiert. Dabei fällt auf, dass beinahe jeder noch genau weiß, wo er war und was er getan hat, als er von den Anschlägen erfuhr. Auch wir können uns noch genau erinnern.
 
Conny: Kurz vor dem 11. September 2001 habe ich mein Studium in Berlin begonnen. Als die Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers flogen, standen wir gemeinsam im Büro meines Vaters in Berlin vor dem TV und konnten nicht fassen, was dort zu sehen war. Ich kann mich erinnern, dass jemand sagte: „Jetzt gibt es Krieg.“
Mein Vater und ich hatten irgendetwas in der Stadt zu tun. Wir gingen also los und in einem Elektrofachhandel sahen wir dann die Türme einstürzen. Alles war sehr unwirklich an diesem Tag. Ich kann mich gut erinnern, dass viele Blumensträuße in der Nähe der Amerikanischen Botschaft abgelegt wurden.
Komisch erst jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass mein Vater und ich den ganzen Tag zusammen verbrachten. Ich werde ihn einmal fragen, ob er sich Sorgen gemacht hat und mich nicht allein lassen wollte an diesem Tag.
 
Cathleen: Ich weiß noch ziemlich genau, was ich an diesem besagten Tag getan habe. Als uns in Deutschland die Nachricht der Terroranschläge erreicht, war es bereits Nachmittag. Ich war 16 und bereits von der Schule zu Hause. Mein damaliger Freund besuchte mich, denn eigentlich wollte er mit mir zusammen für eine wichtige Klassenarbeit lernen. Wir saßen vor dem Fernseher als plötzlich alle laufenden Programme unterbrochen wurden. Gebannt verfolgten wir die sich immer wieder überschlagenen Ereignisse bis in die Abendstunden. Im Nachhinein betrachtet, kann ich aber von mir selbst behaupten, dass ich in diesem Moment und mit meinen noch relativ jungen Jahren die Ausmaße und die Tragweite der bis heute unfassbaren Geschehnisse nicht erkannt habe. Erst einige Jahre später habe ich mich ausführlich mit dieser Materie beschäftigt und sie aus den unterschiedlichsten Standpunkten betrachtet. Bis heute habe ich zu dieser äußerst breit gefächerten Thematik mit all ihren unglaublichen Hintergründen eine differenzierte Auffassung.
 
Nancy: Am 11. September hat meine große Schwester Geburtstag. Die ganze Familie trifft sich an diesem Tag meistens zum Kaffeetrinken. Vor zehn Jahren wohnten meine Schwester und ich noch bei Mama und Papa daheim. Der Kaffeetisch war schon gedeckt als wir von den Anschlägen hörten. Wir wollte nur kurz den Fernseher einschalten, um zu schauen, was passiert war. Das zweite Flugzeug war zu diesem Zeitpunkt gerade in den Südturm geflogen. Gebannt vor dem TV schauten wir zu, was sich in den folgenden Stunden in New York ereignete. Die Kaffeerunde wurde also quasi vor den Fernseher verlagert. Besonders viele lustige und nette Gespräche gab es folglich auch nicht. Liebes Schwesterherz, tut mir leid!
 
Steffi: Komischerweise kann ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern, wann und wie ich von den Anschlägen in New York erfahren habe. Ich glaube ich bin von der Schule nach Hause gekommen und meine Mama hat mich darüber informiert.
Meine Erinnerungen daran verschwimmen immer mit denen von dem Amoklauf im Erfurter Gutenberg Gymnasium, gerade mal ein Jahr später. Daran kann ich mich noch genauer erinnern: Einer unserer Lehrer hat uns gesagt was passiert sei, aber zu dem Zeitpunkt war das Ausmaß der Tat noch nicht klar. Einer der Schüler hatte ein Radio dabei und wir verfolgten eine Zeit lang die Ereignisse bis unser Direktor schließlich alle Schüler frühzeitig nach Hause schickte.
 
Welche Erinnerungen habt ihr an den 11. September 2001? Wie habt ihr von den Anschlägen erfahren?

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