Bücher, die man gelesen haben muss – Teil 5

von Julia

Lieblingsbücher…Lieblingsbücher…lange habe ich über meine Favoriten nachgedacht, denn zum entspannten Lesen komme ich seit einiger Zeit gar nicht mehr. Ich zähle Uni-Bücher in der Vergangenheit nicht zu meiner favorisierten Lektüre. Aber es gibt Bücher, die begleiten mich schon etliche Jahre. Dazu zählen vor allem…

Die Romane der Scheibenwelt („Discworld“ im Original) von Terry Pratchett.



Komischerweise bin ich über die dazugehörigen Computerspiele auf die Bücher gekommen. In ihnen erschafft der Autor seine ganz eigene Welt. Die Scheibenwelt eben. Sie ruht auf vier Elefanten, die wiederum auf der Sternen-Schildkröte Groß-A‘Tuin stehen. Es wird bis heute darüber gestritten, worauf die Schildkröte im Universum zusteuert und ob sie männlich oder weiblich ist.
In der Scheibenwelt werden Metaphern und Fantasiefiguren aus unserem Leben „Wirklichkeit“. Die Zahnfee existiert wirklich und der Schneevater verteilt seine Geschenke im „Schweinsgalopp“. Als der dicke Schneevater eines Tages verschwindet, wird er durch Gevatter Tod vertreten (ganz klischeehaft kommt der Tod im schwarzen Kapuzenmantel und mit Sense auf seinem Todesross namens Blinky angeritten) und verteilt die Geschenke mit einer besonders tiefen Stimme.

Ich habe aus der Scheibenwelt-Reihe keinen bestimmten Lieblingsroman. Allerdings möchte ich noch kurz auf das Buch „Ab die Post“ (engl. „Going Postal“) eingehen. Es geht um einen erfolglosen Betrüger, der gehängt wird, um dann nach seinem offiziellen Tod mit einer neuen Identität das stillgelegte Postamt zu übernehmen. Wie es in seiner Natur liegt, macht er sich natürlich sofort mit vollem Elan ans Werk und flieht erst einmal aus der Stadt.

Die Scheibenwelt steckt voller britischem schwarzen Humor und parodiert unsere reale Welt im fantastischen Sinne und gerade das ist das Tolle an den Geschichten. Aber hier ist das englische Original immer besser als die deutsche Übersetzung.
 
Gleich an zweiter Stelle stehen die Harry Potter Bände. Gerade jetzt, da der letzte Teil im Kino anläuft schaue ich doch nochmal in die Bücher hinein. Worum es bei Harry Potter geht, muss ich wohl nicht weiter erwähnen, oder? Mein Lieblingsband ist „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Ich weiß gar nicht genau warum, aber er war am spannendsten zu lesen, dicht gefolgt vom letzten Buch.
 
Irgendwie habe ich gar keine ausgefallenen Bücher in meiner Liste und wenn ich jetzt noch erwähne, dass ich die Hexer-Reihe von Wolfgang Hohlbein zu meinen Lieblingsbüchern zähle, mag wohl der geneigte Leser gelangweilt seufzen. Ja es ist von H.P. Lovecraft geklaut und ja ich fand die Reihe trotzdem klasse.
Hohlbein hat in den letzten Jahren aber stark nachgelassen wie ich finde und der ganze Fantasy-Hype ist spätestens seit Herr der Ringe und den darauf folgenden Ork- und Monsterbüchern stark ausgeufert.
 
Man mag jetzt schon erahnen, dass ich Fantasy-Bücher bevorzuge. Daher fällt das nächste Buch auch unter diese Kategorie. „Die Wächter-Trilogie“ vom russischen Autor Sergej Lukianenko. Es geht ganz lapidar um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit. Vampire, Gestaltwandler und Werwölfe, aber nicht in irgendeinem Fantasy-Reich sondern mitten in Russland. Das macht diesen Roman für mich irgendwie greifbarer als beispielsweise Herr der Ringe. Ich muss aber gestehen, der dritte Band steht noch ungelesen im Regal. Es gibt einfach zu viele Bücher und zu wenig Zeit.



 
Und zum Schluss noch was für‘s Herz. Ich habe aber erst den Film gesehen und dann das Buch gelesen. Soll man normalerweise nicht machen. Es geht um „Das Leuchten der Stille“ („Dear John“) von Nicholas Sparks. Während des Films habe ich ab einer bestimmten Stelle Rotz und Wasser geweint und auch beim Lesen kamen mir ein, zwei Tränchen. Die Geschichte ist simpel aber sehr verzwickt und hat auch leider kein richtiges Happy End. Ein US-Soldat verliebt sich während des Heimaturlaubs in ein junges Mädchen und muss nach zwei gemeinsamen Wochen wieder in den Kriegseinsatz im Irak. Während dieser Zeit versuchen sie ihre Liebe per Brief aufrecht zu erhalten. Und dann kommt der 11. September 2001 und verändert alles. Ich finde es ein sehr schönes und rührseliges Buch, gut zu lesen und…ach ich brauche ja hier gar nicht dafür werben. Ich werde es aber auf jeden Fall bald mal wieder zur Hand nehmen, mich in meine Decke kuscheln und einen großen Pralinenkasten dabei leeren.

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