Ach, wie wir ihn nicht alle lieben- den Umzugsstress!

Wer bist du? Franzi.
Was mast du? Studieren in Erfurt.
Was liebst du? Das Leben – zumindest meistens.
Was hasst du? Arrogante Menschen, die sich ihre Arroganz nicht leisten können.

 

via cosmoprism

Und dann stand ich in der Wohnung und wusste gar nicht, wo ich denn nun anfangen soll. Nach ein paar Jahren hat sich dann ja doch viel Gerümpel angehäuft, welches ich seit Jahren nicht mehr brauchte oder ich nicht mal mehr wusste, dass ich so etwas überhaupt je besessen hatte… eigentlich hab ich dieses Teil schon lange nicht mehr benutzt, aber naja, vielleicht kommt ja doch der Tag, an dem ich genau dieses Ding brauchen könnte! Ja, gerade unter Frauen sehr beliebt ist das „sich-nicht-trennen-können“ von eigentlich total nutzlosen Gegenständen, obwohl auch Männer darin Spitzenreiter sein können- wie zum Beispiel mein Partner, der manchmal noch schlimmer war als ich, obwohl man sich das echt kaum vorstellen kann. Dann habe ich mich endlich dazu durchgerungen, die ersten Kisten zu packen und es werden immer und immer mehr und mir kam der Gedanke, dass das wohl nie ein Ende nehmen wird. Danach kam dann die Phase, in der ich begriffen habe, dass man diese ganzen Kisten auch noch schleppen muss- vorzugsweise wie bei mir aus dem Dachgeschoss und es wurde mir plötzlich ganz schlecht, um nicht zu sagen, in dieser Phase wollte ich das alles eigentlich am liebsten einfach hinschmeißen und auf die ganzen guten Gründe, die für den Umzug sprechen, pfeifen.
 
Doch meine schlimmste Erfahrung war der Kleiderschrank. Natürlich wusste ich, dass ich viele Klamotten habe und man braucht ja auch für die vier Jahreszeiten und für jeden Anlass was Schickes zum Anziehen, doch dann so vor dem Kleiderschrank habe ich mich für meine Kaufsuchtanfälle gehasst. Und ich bin so von der Sorte „Ach, na das kann ich ja noch zum Schlafen anziehen“ oder „Naja, für den Garten braucht man ja auch immer Klamotten“, die beste Ausrede vor mir selbst war allerdings „die nächste Bad- taste -party kommt bestimmt“, obwohl ich noch nie auf einer war und eigentlich auch nicht vor hatte dies zu ändern. Es ist schon lustig, wie man sich selbst doch so schön bescheißen kann.
 
Dann ist endlich, Gott sei Dank, alles in Kisten verstaut…aber nicht, dass der Stress dann ein Ende hat, nein, denn dann ist man in der neuen Wohnung und muss den ganzen Mist auch noch auspacken! Und als wenn das nicht genug des Guten wäre, muss man auch noch Schränke und Betten zusammenbauen und meiner liebsten Tätigkeit nachgehen-nämlich dem Putzen. Ach, umziehen ist doch toll oder etwa nicht?

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