Vom Naschen aus dem Marmeladeglas und anderen Aufregern

via weheartit

Kennt Ihr das auch? Es gibt so Kleinigkeiten im Alltag, die einen einfach auf die Palme bringen können. Ich meine damit nicht etwa solche Sachen wie Unpünktlichkeit -die bei mir übrigens auch ein „no go“ ist- oder dass es überhaupt nicht geht, wenn man in der Öffentlichkeit rülpst. Ich glaube, dass nervt jeden! Nein, ich meine solche Kleinigkeiten, die andere überhaupt nicht stören, einen selbst aber ungemein auf den Senkel gehen. Solche Dinge wie die altbewährte offene Zahnpastatube. Für einige etwas total Nebensächliches, für andere ein Scheidungsgrund.
Auf Arbeit nervt es mich, dass ständig die Tür unserer Mikrowelle offen steht. Kann man dieses Teil nicht einfach nach dem Gebrauch zu machen? Nein, es muss ja gelüftet werden.
Zu Hause nervt mich ungemein, dass mein Freund es seit 10 (!) Jahren nicht auf die Reihe kriegt, seine Schuhe dort zu platzieren, wo sie hingehören. Ich habe ihm schon ein extra Schuhregal gekauft, damit all seine Latschen Platz finden. Und was macht er, er zieht die Schuhe aus und sie bleiben dort liegen, wo sie ausgezogen wurden – und das ist dann meistens mitten im Flur. Anschließend kommt er in die Küche und hängt seine Jacke über den Küchenstuhl. Hallo, für was haben wir eine Gaderobe?
Im Gegensatz zu den meisten Menschen nervt es mich, wenn der Toilettendeckel unten ist – besonders bei öffentlichen Klos. Zum Einen ist es ekelhaft den Deckel anzufassen, der auf dem Ring liegt, wo andere ihr Hinterteil drauf hatten, zum Anderen weiß ich ja nicht was mich erwartet, wenn ich den Deckel hoch mache. In der Öffentlichkeit nehme ich dann meisten die Toilette, deren Deckel oben ist. Sollte der Fall eintreten, das alle Deckel unten sind, dann wird dieser umständlich mit dem Fuß hochgemacht.
Ich mag es überhaupt nicht, wenn Leute nur ansatzweise laut kauen. Es muss noch nicht einmal ein Schmatzen sein. Allein dieses Kaugeräusch finde ich furchtbar. Apropos essen. Ich kann es auch überhaupt nicht leiden, wenn man nach dem Essen noch auf den ganzen Tisch „rumnascht“. Einige meiner Familienmitglieder haben die Angewohnheit nach dem Essen und während wir noch gemütlich am Tisch sitzen und reden, immer wieder ein Stückchen Wurst oder Käse in den Mund zu schieben oder gar das Marmeladeglas zu nehmen und daraus zu löffeln. Ich finde das ganz furchtbar. Entweder man ist fertig mit essen oder macht sich eben noch ein belegtes Brot. Wenn man sich überlegt, wie viele unnütze Kalorien man dadurch zusätzlich zu sich nimmt.
Mich regt es auf, wenn Männer lange Bärte tragen. Ich kann mich dann gar nicht auf die Person an sich konzentrieren, sondern stelle mir die ganz Zeit vor, wie ich das Teil abschneide.
Furchtbar finde ich es, wenn jemand anstatt „viertel vier“ „viertel nach drei“ sagt oder anstatt „dreiviertel vier“ „viertel vor“. Ja ich weiß, meine Zeitangabe ist typisch ostdeutsch und eigentlich falsch, manche unserer -vor allem westdeutschen- Bundesbürger kennen diese Ausdrucksweise gar nicht. Ich aber als Thüringerin bestehe auf diese Art der Zeitangabe.
Absolut auf die Palme bringt es mich, wenn ich von Leuten in der dritten Person angesprochen werden. Neulich beim Bäcker fragte mich die Dame „Was will sie denn haben?“ Und ich schaute mich ganz verwundert um und fragte mich „Wen meint sie denn? Mich oder die unsichtbare Person neben mir.“ Wahrscheinlich liegt es an meinem jugendlichen Aussehen, dass einige Leute nicht wissen, ob sie mich mit „du“ oder „Sie“ ansprechen sollen. Dann nehmen sie halt den Mittelweg. Und wenn wir schonmal bei der Kommunikation zwischen einander sind, möchte ich noch anmerken, dass es eine Anstandssache ist, wenn ich einen Raum betrete und freundlich Grüße, dass man dann zurück grüßt. Das kann auch nicht jeder!
Ich glaube, wenn ich noch länger an diesen Artikel sitze, fallen mir noch etliche, eigentlich unsinnige, Sachen ein, aber ich will mich da jetzt nicht reinsteigern, deshalb: Schluss jetzt!
von Nancy

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