Fünf Dinge die in der Theorie besser sind
als in der Realität – Teil 5

via weheartit

von Julia
Einen eigenen Haushalt führen – Als junger Mensch will man doch nichts sehnlicher als endlich dem elterlichen Hause entfliehen. In der Vorstellung klingt das alles fantastisch: Keiner meckert rum, dass der Müll noch nicht rausgebracht wurde oder dass das Kinderzimmer immer noch aussieht wie  bei einem Bombenangriff. Man kann Parties bis zum Umfallen feiern, die Musik laut aufdrehen und duschen so lange man das will, ohne dass irgendein Familienmitglied „ins Bad muss“. Und dann zieht man in die ersten eigenen vier Wände, wahlweise allein oder mit dem ersten Freund und stellt fest: Die Miete muss bezahlt werden, der Abwasch macht sich nicht von allein und auch der Müll fängt nach einer gewissen Zeit an, mit einem penetranten Geruch darauf hinzuweisen, dass es doch besser wäre ihn nach draußen zu bringen. Dann wird man selbst zu demjenigen, den es stört, wenn das Zimmer mal unordentlich ist. Aber irgendwann muss man schliesslich erwachsen werden.
 
Fliegen – Ich würde nie nie niemals in ein Flugzeug steigen, da ich echt panische Angst davor habe, einem einzigen Menschen, der das Flugzeug lenkt (ok es sind ja zwei), mein Leben anzuvertrauen. Statistisch gesehen ist das eigentlich völliger Quatsch, da Autofahren viel gefährlicher ist. Ich denke aber so: Wenn man abstürzt, überlebt man sicherlich nicht. Auf der Straße kann man Glück haben und heil aus einem Unfall herauskommen. Wobei ich da immer noch an die Geschichte mit der Stewardess denken muss, die einen zehn Kilometer tiefen Sturz aus einem Flugzeug überlebt hat…angeblich.
Mich müsste man schon wie B.A. vom A-Team vorher k.o. schlagen, um mich überhaupt in die Nähe eines Flugzeugs zu bekommen!
 

Kuchen backen – Vorweg, ich bin gänzlich unbegabt, was Kuchen backen angeht. In meiner Fantasie sieht das alles super aus. Ich stehe mit Schürze bekleidet als perfekte Hausfrau in meiner ordentlichen Küche, die natürlich nach dem Backen immer noch glänzt und rühre und mache und tue. Zum Schluss dekoriere ich mein geschaffenes Werk noch mit Buttercreme und Schokoherzchen und die Familie dankt mir überschwänglich für die leckere Torte.
In Wahrheit schaffe ich es, sogar eine Fertigbackmischung zu versauen. Der Teig ist dann zu flüssig oder der Kuchen wird schwarz im Ofen. Aber ich habe sicher ein anderes haushälterisches Talent…wie kochen beispielsweise…ach nein, das macht ja mein Mann. Ok,ich bin noch auf der Suche nach meinen Qualitäten.
 
Kinder erziehen – In der Vorstellung hören schon die Kleinsten auf das erste Wort der Eltern, sind total verständig und immer dankbar. In Wahrheit sind die Kleinen ungeduldig, zicken rum, machen unerlaubten Blödsinn und rauben ihren Eltern ab und zu den letzten Nerv. Aber kleine Kinder kennen nun mal leider keine Geduld oder das Wort „warten“. Aber wenn sie einen dann umarmen oder einem einen feuchten Schmatzer aufdrücken und „Mama Schatzi“ sagen, dann sind die zickigen Phasen schnell vergessen.
 
Der erste Kuss – Als typisches Mädchen träumt man schon lange vor dem ersten Kuss davon, mit wem er sein wird, wo und vor allem wie. In der rosaroten Fantasie begegnet man demjenigen welchen unter einem Pavillon, der von Rosen umwuchert ist und es wird der beste Kuss aller Zeiten. Nicht zu forsch, nicht zu nass und gaaaanz romantisch. Tja und dann steht man da und küsst in Wahrheit einen Jungen, der wohl zuvor einen Aschenbecher mit Inhalt gegessen hat und schaut danach in ein pickeliges Zahnspangengesicht. Das hätte besser laufen können.

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2 Kommentare zu Fünf Dinge die in der Theorie besser sind
als in der Realität – Teil 5

  1. Dave sagt:

    Das mit der ersten Wohnung und dem ersten Kuss ist wirklich eine „tolle“ Sache. Haben wir alle schon erlebt und können heute darüber schmunzeln. Super Artikel und tolle Schreibweise.

  2. Björn Nasa sagt:

    Statistisch gesehen ist fliegen gefährlicher weil: Es geht um die Frequenz der Fortbewegungsmittel das von Menschenhand bedient wird. Also Auto und Flugzeug sind Maschinen in denen ich mich fortbewege.
    Beim Auto haben wir etwa 2 Milliarden Fahrzeuge die permanent rund um den Globus herumfahren, die Wahrscheinlichkeit das hier Menschen verunglücken ist Gross.
    Aber wie sieht es denn mit dem Fliegen aus? Da sind rund um den Globus gerade mal 3 Tausend Maschinen in der Luft, die Wahrscheinlichkeit das hier ein Unfall passiert ist also niedrig. Würde man nun ebenfalls 2 Milliarden Maschinen (mal abgesehen das wir den nötigen platz in der Luft hätten) fliegen lassen, würde die Anzahl der Todesopfer um das fünffache der Autofahrer übersteigen. Denn nur jeder 16.Crash endet beim Auto Fahrer tödlich beim fliegen haben wir eine Mortalität von etwa 88%.
    Also vorsichtig Auto Fahren ist einiges sicherer als so manche denken!

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