Filmkritik: Fluch der Karibik 4
sexy Meerjungfrauen machen es auch nicht besser

Die Handlung von Fluch der Karibik – Fremde Gezeiten lässt sich kurz zusammenfassen: alle wollen wie immer das Gleiche: zur Quelle der Ewigen Jugend. Außer Jack der will eigentlich nur sein Schiff. Aber es ist nicht damit getan, die Quelle aufzuspüren und einen großen Hieb des Zauberwässerchens zu nehmen, nein, es müssen vorher noch zwei silberne Kelche gefunden und die Träne einer Meerjungfrau gewonnen werden. Auf dem Weg gibt es Ärger mit fiesen Zombies, einen noch böseren Piraten-Captain-Gegenspieler, als in den anderen Teilen und auch die Meerjungfrauen sind nicht so handzahm wie man vielleicht annehmen könnte.
 
Das Ganze wirkt wie eine konzeptlose Aneinanderreihung von Action-Elementen und Specialeffects. Mit einer so einfach gestrickten Handlung, dass sie schon fast in ihre Einzelteile zerfällt. Obendrauf gibt es noch eine Ladung Romantik, zwischen Jack und der neuen weiblichen Hauptfigur Angelica (Penélope Cruz) und zwischen einer Meerjungfrau und dem all zu braven Christen Philipp, der vom Typus sehr an Will Turner erinnert.
 
Neben einem sinnvollen Handlungsstrang fehlen außerdem Johnny Depps bisherige Synchronstimme, Keira Knightley und Orlando Bloom. Außer Captain Jack Sparrow, seinem ewigen Gegenspieler Barbossa und dem ersten Offizier Gibbs, sucht man vergeblich nach bekannten Gesichtern. Sieht fast so aus als hätte da einer sparen wollen.
 
Eigentliches Highlight der Filme war bisher Jack Sparrow, und nicht nur weil er von Johnny Depp gespielt wird, sondern weil er außergewöhnlich und lustig war, aber selbst Sparrows Originalität und Witz ist zwischen den Teilen drei und vier irgendwo verloren gegangen. Da gab es während der Vorschau der anderen Filme mehr zu lachen als im gesamten vierten Teil. Den Dialog-Schreibern ist bei dieser weiteren Marathonverlängerung scheinbar die Luft ausgegangen, so dass es meist nur für eine kurzes über die Lippen gehuschtes Lächeln reicht.
 
Wer sich für heiße Meerjungfrauen, traumhafte Landschaften, emotionales Geplänkel und aufwendig inszenierte Schlachten begeistern kann aber wenig Ansprüche an Handlungsgeflechte, ausgereifte Charaktere und Humor stellt, hat sicherlich dennoch einen vergnüglichen Kinoabend. von Steffi

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