Kate & William – eine Hochzeit, zwei Meinungen

Morgen ist es endlich soweit, Kate Middleton und Prinz William geben sich das Ja-Wort. Für die Einen wird damit die lang herbeigesehnte Traumhochzeit endlich Wirklichkeit, für die Anderen geht eine qualvolle Zeit unnützer Nachrichten zu Ende. Bevor der ganze Spaß vorbei ist, müssen auch wir noch unseren Senf dazu abgeben. Heute gibt es also wieder zwei Texte zu einem Thema.


via nzgirl

Dafür ist mir meine Zeit zu kostbar


Kate, William und die große Hochzeit – ein Thema das uns schon seit Monaten verfolgt, beschäftigt oder von uns mit Desinteresse gestraft wird. Besonders in dieser letzten Woche vor dem „Mega-Event“ kann man diesem Thema nur schwer ausweichen, Fernsehsender bringen stundenlange Specials, Zeitschriften und Zeitungen schreiben seitenweise über alles, was es dazu zu sagen gibt, von dem Treiben im Internet ganz zu schweigen, ganze Blogs beschäftigen sich mit William und Kate, Facebook-Gruppen werden gegründet und Twitter liefert im Sekundentakt neue Kommentare zum Thema Royal Wedding. Ich kann mir nicht vorstellen, dass selbst die größten Fans nicht auch langsam die Nase voll haben. Wer will denn wissen wie viele Soldaten da rum marschieren, welche Blumen woher kommen und welche hundert Lords und Ladys, die eh keiner kennt, dort auftauchen werden? Also ich nicht.
Aber nicht nur der ganze Trubel drum herum interessiert mich nicht, auch die Hochzeit an sich kann mir gestohlen bleiben. Aus einem ganz einfachen Grund: Ich weiß schon was passiert. Tausend Leute strömen in die Westminster Abbey, Kate schlendert zum Altar, der Erzbischof erzählt irgendwelches Zeug über Gott, Liebe, Treue und so nen Kram, Ringe werden getauscht, es wird sich geküsst und fertig ist die Sache. Wozu also sechs Stunden meiner kostbaren Zeit opfern, wer sieht schon gern einen Film bei dem man das Ende kennt?
Sehenswert wäre das ganze doch eigentlich nur, wenn Kate, auf die Frage, ob William ihr Mann werden soll, ihm und dem Millionen Publikum ein dickes „NO!“ entgegen schmettern würde. Oh man, wie gern würde ich die entsetzten Gesichter aller Beteiligten sehen. Die Queen würde wahrscheinlich vom Stuhl fallen. Das wär` ein Spaß. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Hochzeit frei von jeglichen Skandalen bleiben wird.
Abgesehen davon, dass der Spannungsfaktor dieser Hochzeit gegen Null geht, kann ich mich mit den Argumenten, wie der enormen Geldverschwendung und der veralteten Monarchie im allgemeinen, anderer Hochzeits-Verachter anfreunden.
Und es ist auch nicht so, dass nur weil die Zwei jetzt heiraten, plötzlich in Fukushima, Libyen und dem Rest der Welt  alles wieder in Ordnung wäre, aber es lenkt immerhin ab. Das ist dann, neben dem Feiertag der dank ihrer Hochzeit eingeführt wurde, schon die zweite gute Tat, die sich das Ehepaar auf die Fahne schreiben kann, und da behaupten manche, die Royals würden nichts machen. von Steffi

 

Das Ding mit dem Heiraten

via jointherealworld

Kate und William heirat en – die Bürgerliche und der Prinz. Sicher wird das wieder eine ganz besonders traumhafte Hochzeit werden. Kate wird großartig aussehen, alle werden ganz gerührt sein und danach wird man sich noch mindestens zwei Tage unterhalten, wie toll und rühr end alles war. Allerdings werde ich nicht mitreden können. Ich werde weder die Hochzeit noch das drumherum mitbekommen haben. Warum? Weil es mich nicht interessiert!
Diese Hochzeit interessiert mich genauso wie wenn Ronny und Jenny oder Marie-Sophie und Albert-Theodor von nebenan heiraten würden. Allerdings: Ich kann nicht umhin zu schreiben, dass ich dieses Hochzeitsding sehr schön finde. Ich bin viel zu romantisch als das mich Hochzeiten komplett kalt lassen würden. Natürlich ist es schön, wenn sich zwei Menschen so sehr lieben, dass sie das der ganzen Welt zeigen möchten.
Noch einmal offiziell JA zueinander zu sagen, ist meiner Meinung nach etwas anderes, als jahrelang miteinander zu leben. Viele meiner Freunde finden Heiraten nicht besonders wichtig. „Wir lieben uns, wir ertragen uns manchmal, wir leben zusammen, wir können uns gemeinsame Kinder vorstellen – wozu dann noch heiraten?“, das höre ich häufig. Ohne Frage kann eine Heirat keine nicht intakte Beziehung kitten. Es muss schon alles stimmen, das ist klar.

Aber ist man nicht irgendwie doch „zusammener“, wenn man verheiratet ist? So sehr wie dieses „meine Frau“ – und „mein Mann“ – Ding nervt und wie wenig Menschen einander gehören können, ist eine Hochzeit eben doch die Botschaft eines besonderen Zusammengehörigkeitsgefühls. Man liebt einander nicht nur so lange wie es Spaß macht. Trennung ist nicht mehr mit einem einfachen „Tschüss“ möglich. Man steht zueinander und füreinander ein, emotional, gesellschaftlich, finanziell – natürlich mit dem großen Risiko, dass die verbindende Liebe mal verschwunden ist, wenn man keine Lust mehr auf den Partner hat, wenn dieser andere Mensch keinen Platz mehr im eigenen Leben haben soll. Gerade mit diesem Risiko, dessen sich alle Heiratswütigen bewusst sind, JA zueinander zu sagen, ist einfach eine riesengroße Sache, ein Vertrauensbeweis, ein wunderschöner Liebesbeweis – bei Ronny und Jenny genauso wie bei William und Kate. von Conny

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