Ja, ich bin mit dem Radel da

Benefits of a Bicycle (via observando)

Endlich, die kalten Tage neigen sich dem Ende zu. Der Frühling kann kommen! Wenn ich an mir herunterschaue, dann sehe ich, dass die kuscheligen Abende auf der Couch mit Glühwein, Schokolade und gebrannten Mandeln doch ein paar klitzekleine Spuren bei mir hinterlassen haben. Die guten Vorsätze fürs neue Jahr, die mit Diät und 5 Kilo bis Mai abnehmen verbunden waren, haben bis jetzt irgendwie noch keine Wirkung gezeigt. Nun ja, Schokladenreste vom letzten Weihnachtsfest dürfen schließlich auch nicht schlecht werden.  Also habe ich einen Plan geschmiedet. Mein Freund hat mir vor vier Wochen rein zufällig ein neues Fahrrad geschenkt (Wobei ich mich frage, ob er mir damit unterschwellig etwas sagen wollte?) Und nun habe ich mein Auto gegen diesen Drahtesel eingetauscht und fahre jeden Morgen damit auf Arbeit. Das bedeutet, jeden Morgen 12 km.
Damit sich meine Strecke etwas leichter radelt, habe ich dieselbe in drei Abschnitte eingeteilt. So habe ich das Gefühl, meinem Ziel schneller näher zu kommen, denn viele kleine Strecken lassen sich schneller fahren als eine lange. Der erste meiner sportlichen Abschnitte ist gekennzeichnet durch einen manchmal schier endlos scheinenden Radweg, der sich wie Kaugummi dahinzieht und nicht enden möchte. An mir sausen die Auto mit Tempo 100 vorbei und ich habe dadurch ständig das Gefühl einer Schnecke zu ähneln. Strecke Nummer zwei ist dann ein kleiner betonierter Weg. Er führt direkt an zwei Feldern vorbei und wenn frühmorgens die Sonne auf mein Gesicht scheint ist das wirklich sehr schön. Sobald allerdings nur ein kleiner Hauch von Wind weht, ist es mit der Gemütlichkeit vorbei. Komischerweise habe ich IMMER Gegenwind, egal ob ich zur Arbeit oder nach Hause radle, und ich komme mir oft vor, als ob ich trete, aber nicht einen Zentimeter von der Stelle komme. Strecke Nummer drei ist dann nur noch ein Katzensprung bis zur Bürotür. Aber meine Beine geben mir dann auch deutlich zu spüren, dass es langsam genug ist mit der sportlichen Betätigung.

Weil nur die Harten in den Garten kommen, fahre ich derzeit bei Wind und Wetter mit dem Rad. Während des Fahrens schimpfe ich sehr oft, stoße Fluchgebete gen Himmel aus und frage mich, warum ich mir das antue. Aber wenn ich dann meinen Strecke bewältigt habe, dann fühle ich mich sehr gut und bin stolz auf mich. Und ich merke sichtlich, wie meine Kondition zugenommen hat.
Bis jetzt hat sich leider auf meiner Waage nichts getan, aber ich bin mir sicher, dass meine Fettmasse sich mittlerweile in Muskelmasse umgewandelt hat. Und Muskeln sind ja bekanntermaßen schwerer als Fett. von Nancy

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar