Ein Herz für Kükenmännchen

Weil in mir ein Tierfreund steckt, ich das Glück hatte naturnah aufzuwachsen und ich eine Henne namens Frieda hatte, will ich kurz vor Ostern doch einmal ein paar Worte zu Eiern, Küken und Co. loswerden. von Susann
 

 

via misslinsays/tumblr.com


 
Nein, das ist jetzt kein Beitrag zum Streit, wer als erstes da war (Ei oder Huhn) und auch kein Beitrag übers Eierfärben, -suchen, oder schaukeln.
 
Das ist nur freundlicher und gut gemeinter Appell: „Mensch denk doch mal nach, wo du deine Eier kaufst!“ Ich mag es ja auch nicht, ständig bevormundet zu werden – weder in Sachen der Ernährung, Kleidung oder Fahrweise noch beim Nikotin- und Kaffeekonsum, und schon gar nicht wenn es um ganz persönliche Dinge wie z.B. meine unverhältnismäßig große Leidenschaft für ständig neuen, bunten und glitzernden Ohrschmuck geht.
 
Doch ich will ja auch keinen von euch bevormunden. Ich will nur, dass ihr mal kurz nachdenkt: Hier geht es um Massenmord! Massenmord an kleinen flauschigen Küken.
 
Wusstet ihr, dass bei der Produktion von Eiern jährlich ca. 46 Millionen Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet werden? Warum? Weil sie männlich sind und keine Eier legen!
 
Dagegen kann man etwas tun, wir als Verbraucher. Lasst uns gemeinsam in diesem Jahr nicht die superbilligen, bunten Eier in der Plasteverpackung kaufen, sondern Bio-Eier. Die färben wir dann selbst. Das macht Spaß und ist viel individueller und wir brauchen kein allzu schlechtes Gewissen gegenüber den Tieren haben. 

Hier gibt es z.B. die Bruderhahn Initiative Deutschland, die versichert, dass keine kleinen Küken kurz nach dem Schlüpfen in den Schredder kommen, nur weil sie männlich sind. Wenn ihr jetzt denkt, es sei schwer an gute Eier zu kommen, fahrt doch einfach mal raus aus der Stadt ins umliegende Dorf. Dort verkauft euch bestimmt gern jemand frische Eier. Oder schaut euch in eurer Stadt um, hier gibt es Anbieter, die sich mit fairen Eiern gegen den „Brudermord“ einsetzen.
 

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Die Absurditäten von Kim Kong und Co

via AFP - Bearbeitung: sla
Wer in der vergangenen Woche ein wenig die Nachrichten verfolgt hat, bekam vielleicht mit, dass immer wieder über abstruse Taten und Vorschläge von unseren drei „Lieblingsdiktatoren“ berichtet wurde. Ansich nichts ungewöhnliches, doch diese geballte Ladung innerhalb weniger Tage lässt einen wirklich wieder an der Zurechnungsfähigkeit dieser Personen zweifeln. Möglicherweise läuft ein geheimer Battle zwischen den Dreien, wer die verrückteren Ideen in seinem Land umsetzen kann. Es geht um die sogenannten „Landesväter“ Nordkoreas, Russlands und der Türkei: Kim Jong-un, Putin und Erdogan.

Fangen wir mit letzterem an; nachdem er sich offenbar noch nicht genug lächerlich gemacht hat mit einem nicht allzu schwer zu umgehenden Twitter-Verbot, aus Angst, es könnten noch mehr kompromittierende Informationen auf dieser Plattform auftauchen, brachte es Erdogan doch tatsächlich fertig, gefühlte drei Minuten nach der gerichtlich angeordneten Freigabe Twitters nun auch Youtube dichtzumachen. Ich frag mich sowieso, inwiefern der Ministerpräsident eines Landes das Recht hat, öffentliche Kanäle im Internet sperren zu lassen – dürfte Frau Merkel das auch?! – ist ja nicht so, dass er irgendwelche Rechte am großen weiten World Wide Web besäße, aber nun ja.
Kommen wir zu Putin: Es wurden Stimmen laut, die uns berichteten, Putin wolle, um nicht mehr von den Zahlungssystemen des Westens abhängig zu sein, eine eigene Kreditkarte einführen – eine Putin-Card quasi, die dann neben Visa- und MasterCard existieren würde. Den Vogel abgeschossen hat aber eindeutig Kim Jong-un – war ja zu erwarten – mit seiner Anordnung, dass Studenten künftig nur noch seine herrschaftliche Frisur tragen sollten. Bisher waren für Männer zehn und für Frauen 18 (großzügig!) Frisuren zulässig. Kann man sowas glauben, Frisuren-Vorschriften?!?

Nun fragt man sich natürlich, was bei diesen Leuten schief gelaufen ist – war es die Kindheit oder die Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte währende Tradition, die es ihnen erlaubt gegen jede Vernunft und Verantwortung Entscheidungen zu treffen und ihr ganzes Volk zu bevormunden? Es kann eigentlich auch nicht nur am Alter liegen, denn obwohl Erdogan und Putin mit 60 und 61 Jahren fast gleich alt sind, ist Kim Jong-un gerade einmal halb so lange auf der Erde. Es kann natürlich auch sein, dass die nordkoreanische Tradition der Volksunterdrückung schon so lange währt, sodass hier ein Jahr quasi doppelt zählt und ein 30-Jähriger einem 60-Jährigen entspricht, während sich bei den anderen die Gier nach Macht länger entwickeln musste und nun auf dem Zenit steht. Das Ganze wird dann noch gepaart mit einem klaren Patriarchats-Bewusstsein und der Erkenntnis, dass man mit 60 mindestens zwei Drittel seines Lebens schon hinter sich hat.

Als ich kürzlich das tolle Buch ,Nachtauge‘ von Titus Müller gelesen habe, blieb mir die Aussage einer Figur im Kopf, die sich bei einer Hitler Jugend-Veranstaltung sinngemäß fragte, was wohl nach dieser Hitler-Jugend käme, etwa eine Schmidt-Jugend oder etwas ganz anderes? Die Frage nach der Zukunft dieser Länder stellt sich mir bei diesen kruden Typen auch, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

von Nicole

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Beeindruckendes Bodypainting

Vergangene Woche präsentierten wir euch bereits den tollen Papagei, bei dem es sich in Wirklichkeit gar nicht um einen Vogel handelte, sondern um ein beeindruckendes Bodypainting. Kreiert wurde dieses Kunstwerk von Johannes Stötter. In einem Youtube-Video wurden nun einige seiner großartigen Kunstwerke zusammengestellt. von Nancy

 

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Ein Papagei, oder?
Optische Täuschung mal anders!

Man kennt das ja, diese typischen Bilder, die gezeigt werden, wenn es um optische Täuschungen geht. Die alte und gleichzeitig junge Frau oder der Eskimo, in dem man auch einen Indianerkopf erkennen kann. Jetzt aber haben wir eine besonders schöne und vor allem gut gemachte optische Täuschung entdeckt – offensichtlich ist es ein schöner, feuerroter Papagei – sieht jemand noch mehr? Schaut mal ganz genau hin!
 
Hier das Fundstück der Woche:

via Twitter

von Nicole

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Ich sag nur Rhababer

Wenn Barbaren in Barbaras Bar Rhababerkuchen essen…

 

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Jan Weiler: Das Pubertier

„Sie waren süß. Sie waren niedlich. Jeden Milchzahn hat man als Meilenstein gefeiert. Aber irgendwann mutieren die Kinder von fröhlichen, neugierigen und nett anzuschauenden Wesen zu muffeligen, maulfaulen und hysterischen Pubertieren.“

von Nancy
 

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Jan Weiler: Das Pubertier, © Rowohlt.

Wenn Heranwachsenden die Eltern peinlich sind, sie null Bock auf alles und nichts haben und Stimmungsschwankungen ihren Höhepunkt erreichen, dann befinden sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit in der Pubertät. Das ist keine leichte Phase, -für den Teenager nicht und ganz besonders für die Leute um ihn herum. Da wird lieber gechillt als aufgeräumt, gemault als vernünftige Gespräche geführt und alles, was die Eltern sagen, ist sowieso doof, altbacken und uncool.
 
Jan Weiler, Journalist und Schriftsteller, hat sich dieser Problematik in charmanter, frecher und vor allem witziger Weise angenommen und verschiedenste Kolumnen zur Pubertät verfasst. Objekt seiner Untersuchungen ist seine fiktive Tochter Carla, deren Einstellungen, Lebensweise und Macken er in seinem Buch „Das Pubertier“ genauestens analysiert.
 
In 25 Kapiteln erläutert Jan Weiler, wie es ist, als Vater unter einem Dach mit einem „Pubertier“ zu leben. Dabei sind die kurzweiligen Geschichten nicht nur zum Schmunzeln (ja sogar zum laut Auflachen) komisch, sondern werden den Einen oder Anderen zu einem zustimmenden Nicken veranlassen. Sei es, dass man selbst gerade in der Situation ist, ein solches Wesen zu Hause oder Bekanntenkreis zu haben, oder, dass man sich an die eigene Jugend erinnert.
 
Dabei geht Weiler in seinem Buch auf mehr oder weniger alltägliche Situationen ein, die es mit einem Pubertier zu bewältigen gilt. Egal ob es dabei um das leidige Thema Ordnung geht, das Ausrichten und Durchführen einer Geburtstagsparty oder nur darum, mit einem Teenager ein Picknick zu veranstalten. Alles eigentlich Dinge, die normalerweise kein Problem darstellen. Normalerweise, mit einem Pubertier sieht das schon anders aus.
 
„Er bittet das Pubertier, die saubere Kleidung in den Schrank legen [...] Und außerdem möge der ganze Raum in jenen glücklichen Zustand versetzt werden, der das letzte Mal kurz vor Ostern für wenige Tage zu besichtigen war. Der Versuchsleiter spricht diese Worte in einen Berg von Klamotten hinein. Das Pubertier selbst ist nicht zu sehen. Um es zu finden, müsste sich der Versuchsleiter im bergmännischen Vortrieb durch den Haufen wühlen.“
 
Fazit: Wer einmal wirklich herzhaft lachen möchte, für den ist „Das Pubertier“ genau das Richtige. Mit seinen 121 Seiten liest sich die Lektüre auch einfach mal so zwischendurch. Absolut empfehlenswert!
 
Jan Weiler
Das Pubertier
Rowohlt Verlag
ISBN 978-3-463-40655-8
 
 

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Manche sehen die Welt mit anderen Augen….

…und teilen ihre besondere Sicht auf die alltäglichen Dinge mit uns. Das ist großartig. So kommt man auch zu Marty Cooper, der auf seine Umwelt gezeichnete Folien legt und durch die Zeichnung die Realität zu lustigen und phantastischen Begebenheiten transformiert. Durch die Fotos, die er dann bei Instagram und Tumblr teilt, erlaubt Marty Cooper es uns, dass wir seinen Blick einnehmen und seine Sicht auf die Dinge wahrnehmen können. Wie ein Abziehbild, das er über die Realität legt – mit viel Humor und immer noch so transparent, dass die Bilder das Potential entwickeln, die eigene Phantasie und Kreativität anzukurbeln. Und wieder, das mag ich sehr, findet er das Besondere im Kleinen. Marty Cooper braucht keinen Eiffelturm oder ein Empire State Building, das er spektakulär in Szene setzt. Ihm reicht eine vermüllte Hausecke, eine Taube auf der Straße oder ein Suppenteller auf dem Tisch. Die Fotos -ein paar Beispiele findet ihr hier- sind mein liebstes Fundstück in dieser Woche …bisher. von Susann

 
Wer Marty Cooper mag und folgen möchte, findet ihn hier bei Tumblr und hier bei Instagram.
 

via Instagram/hombre_mcsteez


 

via Instagram/hombre_mcsteez


 

via Instagram/hombre_mcsteez


 

via Instagram/hombre_mcsteez


 

via Instagram/hombre_mcsteez


 

via Instagram/hombre_mcsteez


 

via Instagram/hombre_mcsteez


 

via Instagram/hombre_mcsteez


 

via Instagram/hombre_mcsteez


 
Bilder © Hombre McSteez
 

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Happy Birthday Chuck Norris!

Heute wird Chuck Norris 74 Jahre jung. Zu seinen Ehren ist nicht nur der Frühling endlich eingekehrt, der Geburtstag hat hat ihm auch gratuliert. Anlass genug, dem Tang-Soo-Do-, Taekwondo-Meister und dem Erfinder des Roundhouse-Kicks mit ein paar Chuck Norris Facts zu erfreuen. von Nancy und Susann
 

via tumblr/starshipflooders


 
Chuck Norris kennt die letzte Ziffer von Pi.
 
Chuck Norris kann chinesisches Essen mit einem Stäbchen essen.
 
Lord Voldemort nennt Chuck Norris “Du-weißt-schon-wer”.
 
Chuck Norris hat den Niagara Fall gelöst und die Formel 1 ausgerechnet!
 
Chuck Norris hat das tote Meer erschossen.
 
Chuck Norris kann Bälle umkippen!
 
Chuck Norris isst keinen Honig. Er kaut Bienen.
 
Chuck Norris kann den toten Winkel zum Leben erwecken.
 
Chuck Norris ist eigentlich schon vor 10 Jahren gestorben. Der Tod hatte bisher nur noch nicht den Mut, es ihm zu sagen…
 
Chuck Norris ist so cool, der isst sein Knoppers schon um Neun!
 
Die Hühneraugen von Chuck Norris können sehen…
 
Chuck Norris kann Zwiebeln zum Weinen bringen
 
Chuck Norris redet mit dem Busfahrer!
 

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Fundstück in Jena: Wohnzimmer auf der Straße

Heute Morgen habe ich diese tolle Szenerie gesehen: Ein fast komplett eingerichtetes Wohnzimmer mitten auf der Kreuzung im Damenviertel. von Susann

 
 

IMG-20140227-WA0000

Donnerstag, 26. Februar morgens im Damenviertel, Jena.


 
Mir fallen dazu so viele Dinge ein, dass ich sie kurz aufschreiben muss:
 
1. Hat da jemand seine Miete in der WG nicht bezahlt und wurde so höflichst auf das Säumnis hingewiesen?
 
2. Ist das eine neue Form des Protestes, weil die Mieten gerade im Damenviertel so teuer sind?
 
3. Das Sofa hat die Farbe terracotta. Ich musste sofort an das typisch deutsche Wohnzimmer denken. Demnach haben die meisten Sofas (ist das die richtige Bezeichnung für die Mehrzahl von Sofa?) die Farbe terracotta. Ich hatte mein erstes WG-Zimmer in diesem Farbton gestrichen. Es dauerte vier Wochen, bis ich neue Wandfarbe gekauft habe. Terracotta ist widerlich. Warum wird der noch hergestellt und vor allem: Warum ist die Farbe in deutschen Wohnzimmern so häufig vorhanden? Ist es die Sehnsucht nach mediterranem Flair, nach italienischem Temperament oder der Leichtigkeit des Seins an der Cote d’Azur?
 
4. Ich wäre gern dabei gewesen, als das Sofa in einer nächtlichen Aktion aus einer spontanen Laune heraus auf die Straße gestellt wurde. Was muss das für ein Gefühl gewesen sein? Jeder kennt doch den gequälten Satz “Mir fällt die Decke auf den Kopf”,  wenn selbst der größte Ballsaal mit den höchsten Decken zu eng ist. Und dann plötzlich: Endlose Weite, Sternenhimmel, frische Luft, die Gedanken können fliegen, ganz weit – auf der Kreuzung im Damenviertel.
 
5. Heute Abend stell ich meine Möbel auch raus….das Bett, die Couch, die Leselampe, den Küchentisch, die Kaffeemaschine und meinen allerliebsten alten Rumfletzsessel. Einfach mitten auf die Straße.
 
(Höchstwahrscheinlich hat aber nur jemand den Grobmüll ansehnlich arrangiert)

 

 

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Kleine Geschichten, ganz simpel und einfach ohne viel Drumherum

Javier Pérez ist mein Fundstück der Woche. Warum?
 
Er zeichnet kleine Geschichten, ganz simpel und einfach ohne viel Drumherum. Dazu benutzt er gewöhnliche Alltagsgegenstände, eine Zange oder eine Socke, und Fundstücke wie eine verwelkte Blüte. von Susann
 
Mit viel Phantasie verleiht er diesen Dingen neues Leben, führt sie in einen anderen Kontext und gibt ihnen Bedeutung.
 
Von jedem Gegenstand, den er mit einer Zeichnung versehen hat, schießt er ein Foto und teilt es auf Instagram. Mehr als zweihundert kleine Kunstwerke umfasst die Serie „Instagram Experiments“ jetzt schon. Beinahe täglich kommt ein neues Bild dazu. Ich bin beeindruckt von der Kombination aus Zeichnung und Ding.
 
Hier sind für euch ein paar Beispiele:

 

Grape balloon via instagram/cintascotch


 

Submarino de sorbete via instagram/cintascotch

 

Vitroflor #sketch #music #flower via instagram/cintascotch

 

Oreo LP #oreo via instagram/cintascotch


 

Bee-tack #bee via instagram/cintascotch

 

happy socks via instagram/cintascotch


 

Cowboy #warhol via instagram/cintascotch


 

Grape tree without grapes #sketch via instagram/cintascotch


 

Pulmones de mandarina #mandarine via instagram/cintascotch


 

Ihr findet Javier Pérez hier bei Instagram und hier bei Facebook, falls euch seine Sachen genauso gut gefallen wie mir.

 

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