Der französische Streetartist Toctoc ist gerade einmal 20 Jahre und beklebt mit seinen wunderbaren Figuren halb Paris. Genannt werden diese kleinen Männchen Duduss, die unterschiedlichsten berühmten Persönlichkeiten nachempfunden sind. Wobei die Formen der Figuren immer relativ identisch sind, charakteristisch mit einem kantigen Mund und einem extrem hervorstehenden Kinn. Seine Arbeiten sind eine Hommage an Künstler, Schauspieler, Poeten und Sänger die ihn inspirieren und die er liebt.
„Tim Burton gehört zu meinen größten Inspirationen. Obwohl ich ein großer Fan seiner Filme bin, liebe ich seine Zeichnungen noch mehr. Sie faszinieren mich. Aber vor allem schätze ich seine Fantasie. Er führt uns heraus aus der Realität, hinein in eine seltsame und verrückte Welt.“[Komplettes Interview mit Tocton bei LuzyCalor auf französisch, bien sûr]
Absolut lustiges Filmchen von Junaid Chundrigar, der zeigt, dass Superhelden auch nicht unfehlbar sind und so wie wir, manchmal einen schlechten Tag haben. Die Idee für diesen tollen Streifen kam ihm, nachdem er, inspiriert vom neuen Avengers Trailer, einige Marvel Superhelden als schräge Comicfiguren illustrierte.
Wer beim Zappen aus Versehen an Pro7 und RTL vorbei geschrammt ist und auch die Dritten hinter sich gelassen hat, stößt plötzlich auf ein weites Feld völlig unbekannter Spartenprogramme. Zwischen Tatort Wiederholungen, Kochshows und Reportagen über die schönsten Bahnstrecken Europas verbirgt sich etwas Unkonventionelles, das sich sehen lassen kann: Die Talkshow, die eigentlich keine ist: „Roche und Böhmermann“. Auf ZDFs Spielwiese ZDF.kultur haben die Fernsehmacher ein innovatives und unterhaltsames Format geschaffen – eine Show ohne Regeln und ohne festes Thema.
Ein Fernsehansager, dessen Stimme auch vortrefflich zum Vorlesen von Schauergeschichten geeignet wäre, kündigt das folgende Programm an: „die freche Unterhaltungssendung „Roche und Böhmermann“ . In einem nur spärlich beleuchteten Studio sitzen sieben Menschen an einem massiven Holztisch, vor ihnen Retro-Stabmikrofone, eine Karaffe voll Whiskey und ein Aschenbecher. Charlotte Roche, Sexbuchautorin und Atomkraftgegnerin, und ihr Moderationskollege Jan Böhmermann, Teilzeit-Sidekick von Harald Schmidt und Satiriker, haben zum Plausch geladen.
Nachdem das Ring-Messehaus in Leipzig vor ein paar Wochen von seiner Bauplane befreit wurde und darunter ein riesiges RCS Bombing zum Vorschein kam, legt die Gegnerische ORG-Crew jetzt nach und setzt noch einen oben drauf. Am ehemaligen Robotron Gebäude in der Gerberstraße hat sich die verfeindete Crew auf 15 mal 80 Metern verewigt (zur Erinnerung: bei RCS waren es 40 mal 20). Damit geht der vorläufige „Sieg“ im Kampf um das größte Graffiti in Leipzig wohl an die ORG Crew. Das Ausmaß des Werkes ist wirklich gigantisch, dazu kommt, dass die Jungs ihre Arbeit anscheinend ohne Gerüst oder ähnliches vorgenommen haben. Das Battle begann schon vor zwei Jahren am Kosmos Haus am Dittrichring. Dort hatte zunächst die ORG Crew ein Bombing hinterlassen, daraufhin die RCS Crew ein doppelt so großes und so weiter, bis schließlich die ganze Fassade voll war. Die cleveren Reporter von Spiegel TV haben sich diesem Thema nun auch angenommen und geschafft was die Leipziger Polizei schon seit Jahren versucht – die Sprayer vor die Linse und zum Reden gekriegt. von Steffi
Es muss ein schwarzer Tag gewesen sein für Til Schweiger – zehn zu null verlor er im Kickermatch gegen Sarah Kuttner. Wäre er mal lieber mit ihr in den Zoo gegangen, dann wäre ihm diese Blamage erspart geblieben. Aber der feine Herr wollte keine Elefantenkacke schippen, sondern lieber lässig auf der Kartbahn cruisen, dabei zeigte er sich auch wesentlich geschickter als beim Kickern und Sarah wesentlich zurückhaltender.
Am Sonntag um 20.15 fiel der Startschuss für ein weiteres neues Sendeformat mit Sarah Kuttner. Bei Ausflug mit Kuttner lädt sie Prominente wie Til Schweiger, Stefan Mross und Wladimir Kaminer zu einer netten Sonntagsexkursion ein. Genannt wird das Doku-Talk, läuft auf EinsPlus und dem SWR und verspricht einen dreißig-minütigen Plausch über Berufliches, Persönliches, Triviales und Aktuelles.
In der ersten Folge trifft sich Plaudertasche Kuttner mit dem Schauspieler, Regisseur und Produzenten Til Schweiger auf einer Berliner Kartbahn. Dabei plaudert Til Schweiger offen über seine Kindheit, in der er seine Frühstücksbrote immer selber schmieren musste, die Scheidung von seiner Frau, übers Filmemachen, Happy-Ends, die männlichen Problemzonen und Filmkritiker.
Die Idee hinter dem Konzept ist, beide Gesprächspartner auf Augenhöhe zu setzten, fern von einem Studio mit festgeschriebenen Strukturen, bei dem einer die Fragen stellt und der Andere zu antworten hat, daraus ergibt sich ein lockerer und entspannter Talk wie unter alten Bekannten.
Und das Konzept geht auf, Schweiger zeigt sich wenig überheblich und gibt interessante und ehrliche Einblicke in sein Leben und Arbeiten. Die Themen entwickeln sich durch die unterschiedlichen Situationen (Autofahrt, Kartfahrt, Kickern, Essen) immer wieder in andere Richtungen. Wobei Kuttner mit ihrer schier unendlichen Neugier auch einfach immer wieder die richtigen Fragen stellt und wie üblich geradeheraus und ein bisschen frech drauflos redet. Nach der ersten Kart-Tour kitzelt Sarah aus ihrem Ausflugspartner heraus, dass er sich zwar noch nie in eine Filmpartnerin verliebt hat aber „mal ein bisschen länger geknutscht hat als notwendig war“. Beim Forelle Essen erzählt er dann, nicht ganz ohne Stolz, dass er Früher in Streitsituationen massive Holztüren eingetreten hat.
Das neue Format ist ein gemütlicher Sonntagsausflug bei dem man selbst gern dabei wäre und sich am Ende der Sendung schon auf die nächste freut. Danach kann man sich selbst ein Treffen mit Schlagerstar Stefan Mross als vergnügliche Fernsehunterhaltung vorstellen, die Kuttner, die macht das schon.
Die Pilotfolge zu Ausflug mit Kuttner lief schon im Mai 2011 bei der ARD, da hat sich Sarah mit der damaligen ESC-Titelverteidigerin Lena Meyer-Landrut einen lauschigen Nachmittag auf dem Bauernhof gemacht. Die Wiederholung läuft am 20. Mai um 20.15 Uhr auf EinsPlus. Davor trifft sie sich aber noch mit dem bayrischen Volksmusikstar Stefan Mross im Deutschen Museum in München (13. Mai, 20.15 EinsPlus). von Steffi
Die cleveren Menschen von Human Resources MBA haben diese tolle Infografik bereit gestellt, die verrät ob dein Job dich „umbringt“. Im ersten Moment eine vielleicht etwas übertriebene These, aber zahlreiche Studien haben in den letzten Jahren ergeben, dass Krankheiten durch Stress im Job vermehrt auftreten. Wenn du beispielsweise Berufspilot bist, bist du wahrscheinlich viel zu gestresst und solltest lieber Chiropraktiker werden.
Fotograf Lee Eunyeol holt den Sternenhimmel auf die Erde, so wirkt es jedenfalls bei seinen Lichtinstallationen. Zwischen hohem Gras oder den trockenen Spalten im Wüstenboden arrangiert er hunderte Lichter und lässt sie in seinen Fotografien wie Sterne und Planeten wirken. Einfach kosmisch schön. [via this is colossal]
Der Äquatordurchmesser des Mondes beträgt 3.476 Kilometer. Schwer vorzustellen wie groß das eigentlich ist. Wenn der Mond aber nicht irgendwo im Weltall umher schweben würde, sonder seinen Mittelpunkt in Erfurt hätte, dann würde er im Süden an Tunesien kratzen, die Hälfte von Schweden und Finland einnehmen, Irland komplett verschlingen und im Osten die Ukraine komplett ausfüllen. Die „leuchtende“ Kugel würde also fast ganz Europa einnehmen. So betrachtet lässt sich die Größe bedeutend besser einschätzen.
Möglich wird dies durch ein Projekt des britischen Fernsehsenders BBC. Mit der Website How Big Really sollen Größenordnungen und Verhältnisse greifbarer und verständlicher gemacht werden. Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: Bedeutende geschichtliche Ereignisse oder historische Plätze werden einfach dorthin transportiert wo man sich auskennt und schon werden Entfernungen und Dimensionen viel klarer.
Wenn die Pyramiden von Gizeh beispielsweise nicht in Ägypten gebaut worden wären, sondern in Erfurt, dann würde die Cheops-Pyramide auf der Krämerbrücke stehen, die Chephren-Pyramide stünde gleich neben dem Dom und die Mykerinos-Pyramide in der Gorkistraße.
Der Nordpazifikwirbel, also dieser gigantische Strudel aus Plastikmüll der im Pazifik rum schwimmt, würde ganz Deutschland, Österreich, Polen, Rumänien, die Ukraine, Frankreich und halb Großbritannien im Müll ersticken lassen.von Steffi
Die Künstlerin Jo Peel hat im Londoner Stadtteil Shoreditch einer riesigen Wand mittels Streetart und Stopmotions Leben eingehaucht. Der Entstehungsprozess des riesigen Werks erzählt eine kleine Geschichte vom Entstehen und Vergehen. Um diese dreiminütige Animation zum Leben zu erwecken, hat sie ganze drei Wochen an der Wand den Pinsel geschwungen.
Things Change is an optimistic look at the idea of human impermanence. The buildings and debris created by the human exploitation of our natural environment decay and give way to the force of nature once again.
für D. und T. – Ein Erfurter Altbau. Fünfte Etage. Eine WG. Der Blick aus dem Küchenfenster gibt eine Aussicht auf die Hinterhöfe der Nachbarhäuser frei. Roter Backstein dominiert die Landschaft. Die erhabene Sichtweise bietet einen vorzüglichen Weitblick und Einblick in das Leben der Mitmenschen – gezwungenermaßen natürlich. Wer diesen Anblick länger genießt, entdeckt am gegenüberliegenden Domizil eine Wäscheleine. So weit, so unspektakulär. Neben formschönen Baumwoll-Schlüpfern, T-Shirts und Jeans reiht sich ein rotes Kleid in die Kolonne der Garderobe. Doch nachdem alle Kleidungsstücke sonnengetrocknet waren und schon längst wieder in den heimischen Kleiderschrank befördert worden, hing das rote Kleid immer noch an der frischen Luft – allein.
In den nächsten Wochen gesellten sich immer wieder neue Artgenossen dazu und entfernten sich wieder – Hemden, Hosen, Socken, Unterhosen und Röcke besuchten das rote Kleid, doch am Ende blieb es immer allein zurück. Schnee, Sonne, Regen oder sonstige Wettervorkommnisse änderten nichts an der Situation. Der Blick aus dem Küchenfenster fiel immer auch auf das rote Kleid, wie es einsam an der Fassade im Wind wehte. War es vielleicht eine zurück gebliebenes Stück Erinnerung an die Ex-Freundin? Oder vielleicht von fiesem Ungeziefer befallen? Oder war es einfach immer noch nicht getrocknet? Des Rätsels Lösung musste durch die WG-Bewohner erkundet werden, die Neugier war einfach zu groß.
Da moderne Kommunikationsmittel wie Telefone, Handys und Facebook hier, aufgrund unzureichender Informationsquellen bezüglich Name und Adresse, scheiterten, musste zu altertümlicheren Kontaktmittel gegriffen werden. Doch die Kenntnisse über die Methodik des Rauchzeichens und deren Bedeutung waren eher beschränkt und so wurde zum nächst naheliegenderen Prinzip gegriffen – ein Plakat. Nach dem Gesetz: „Wenn ich dich sehe, siehst du mich auch.“ hing schon bald ein Schild im Küchenfenster mit der schlichten Frage: „Was hat es mit dem roten Kleid auf sich?“.
Unwissend ob die Frage tatsächlich von den betreffenden Nachbarn gesehen geschweige denn beantwortet wird, warteten die WG-Bewohner Tag und Nacht auf eine Antwort. Und dann, beim Blick auf das rote Kleid, das wie immer auf der Wäscheleine hing, viel eine weitere Eigentümlichkeit auf – ein Plakat im Fenster gegenüber. Die Antwort fiel ebenso schlicht aus wie die Frage: „Das ist bloß Kunst.“ von Steffi
Hier bloggt die Online-Redaktion von DEUTSCHLAND today, über alles was wir interessant, nervig, toll, großartig, bewegend, schön, fabelhaft, grandios, blöd, seltsam, witzig, verrückt, schrecklich, lustig, zauberhaft, faszinierend und bereichernd finden.
Wir wünschen viel Spaß.